Music Review | verfasst 28.09.2012
JJ Doom
Key to the Kuffs
Lex, 2012
Text Benjamin Mächler , Übersetzung Julia Frohn
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Redaktion
Cover JJ Doom - Key to the Kuffs

Nach Madlib und Danger Mouse dreht der mittlerweile in seinem Geburtsort London residierende DOOM seinen neuesten Coup nun mit Labelkollege Jneiro Jarel. Erstmals kreuzten sich die Wege beider auf »Craft Of The Lost Art«, dem Album von Jarels Projekt Shape Of Broad Minds und anlässlich der Compilation zum zehnjährigen Geburtstag des einstigen Warp-Ablegers Lex Records, traf JJ wieder auf den Supervillain. Und es hat Zoom gemacht, so dass flugs ein ganzes Album im Kasten war. Herausgekommen ist indes mit »Key to the Kuffs« das erwartet sperrige Werk. Jarel bleibt seinem progressiven Produktionsstil treu, der ihn schon weit vor dem Hype der avantgardistischen Beatszene um Flying Lotus und Konsorten auszeichnete. Und DOOM macht das, was er immer macht: gewohnt kauzig ins Mikro nuscheln und dabei neben Systemkritik (»Gov’nor«) u.a. eine Lanze für mehr Hygiene brechen (»Wash Your Hands«)! Wer es mit Körperpflege dann nicht so hat, darf sich zumindest an erlesenen Gästen wie Portisheads Chanteuse Beth Gibbons und Gorillaz’ Damon Albarn ergötzen oder das astreine Artwork von Stephen Powers aka ESPO bestaunen. Beileibe kein Fast-Food-Snack für die Generation-Soundcloud, sondern eine Platte, der man durchaus einen Hördurchgang mehr spendieren darf, um zu zünden.

Das Album »Key to the Kuffs« von JJ Doom findest du bei hhv.de: 2LP CD
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