Music Review | verfasst 08.11.2012
Troy von Balthazar
... is with the Demon
Vicious Circle, 2012
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover Troy von Balthazar - ... is with the Demon

Der umtriebige Ex-Chokebore-Sänger mit dem schönen Namen und hawaiianischen Wurzeln legt mit »…is with the demon« sein mittlerweile drittes Soloalbum vor. Fast genau zwei Jahre nach »How To Live On Nothing« herrscht auch hier heimelige Intimität vor. Mit noch reduzierteren Mitteln (diesmal verzichtet von Balthazar auch auf Loops und Synthies) erklingen die neuen Stücke in ihrer ganzen zerbrechlichen Nacktheit. Dafür braucht es oft nur den hingebungsvollen, gehauchten Gesang und die Akustische; ebenso oft hört man aber auch eine ganze Band-Besetzung, viel Klavier und Gesangsduette. Mit einfachen Metaphern wie in »Tiger vs. Pigeon« und unverschnörkelter Poesie (»That’s just the ceiling / That’s not the sky«) gelingt es Troy von Balthazar, emotionale Untiefen zu ergründen – ohne diesen dabei ihr Mysterium oder ihre Komplexität zu nehmen. Vielmehr wird der Zauber von extremen Gefühlslagen, Epiphanien und sogar Trennungsschmerz durch die Songs noch verstärkt. Kurzum: «…is with the demon« ist melancholischer LoFi-Folk, der mit ein paar wenigen Zutaten die intensive Nähe eines Elliott Smith oder eines frühen Devendra Banhart herzustellen vermag. Von Balthazar kennt zwar so einige Dämonen, doch anstatt sie zu bekämpfen oder zu ignorieren, schreibt er einfach wunderschöne Lieder über sie.

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