Music Review | verfasst 28.02.2008
Connie Price & The Keystones
Tell Me Something
Ubiquity, 2008
Text Roman Högerle
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8.2
Redaktion
Cover Connie Price & The Keystones - Tell Me Something

Fusionen aus Hip-Hop und Live-Band hat es schon etliche gegeben. Nicht viele waren so erfolgreich wie das MTV Unplugged von Shawn Carter. Zu Recht. Aber was heißt eigentlich live bei Connie Price & the Keystones? Die Instrumente sind zwar für »Tell Me Something« live eingespielt, wurden aber anschließend gesamplet, dreckig gepusht und dann neu arrangiert (geloopt). Man möchte dieses Verfahren allen halbgaren Produzenten da draußen in gebundener Form an den Kopf werfen. Das Album klingt nämlich so breit, dass die Hinterreifen eines Formel-1-Boliden an Minderwertigkeitskomplexen leiden. Unverkennbar von Funk inspiriert, brechen immer wieder erfrischend psychedelische Versatzstücke und Soundtrack-Elemente die Songstruktur auf. Sämtlichen Retro-Nörglern wird der Wind hiermit komplett aus den Segeln genommen. Außerdem kann auch nicht jeder von sich behaupten, mit Big Daddy Kane, Percee P, Wildchild, Ohmega Watts, Soup von J5 und Aloe Blacc das Studio geteilt zu haben. Letzterer singt sich mit »Tell Me« weiter in den Olymp der etwas anderen Soulsänger – absolutes Highlight. Trotz seines nicht mehr ganz taufrischen Alters, macht auch Big Daddy Kane seine Sache, auf einem krachenden, G-Funk inspirierten Bass-Monster, nicht schlechter. Nicht zu vergessen »Catatonia«, auf dem sich Wildchild – mit krass tiefer Stimme – und Percee P gegenseitig den Ball zuspielen. Das Kartellamt kann es sich gemütlich machen. Bei dieser Fusion läuft alles schwer in Ordnung.

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