Music Review | verfasst 23.09.2013
2 Chainz
B.O.A.T.S II - Metime
Def Jam, 2013
Text Pippo Kuhzart
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Redaktion
Cover 2 Chainz - B.O.A.T.S II - Metime

›Tity Boy‹ anyone? ›Disturbing Tha Peace‹? Sind das noch Begriffe, mit denen jemand etwas anfangen kann? Wenn nicht, ist das verständlich. Ludacris‘ Label Disturbing Tha Peace verschwand von der Bildfläche und aus Tity Boy wurde 2 Chainz. Der ist mit seinen 36 Jahren ganz oben angekommen: Dort, wo der Dom Pérignon strömt wie Wasser, die Damen nur mit dem Twerken aufhören, um Chicken Wings anzubraten und man ein hochdotierten Feature-Spot nach dem anderen bekommt, nur weil man gerade halt der Go-To-Guy ist. 2 Chainz kommt zu dieser Ehre sicher nicht wegen seiner Rap-Skills; das macht auch sein zweites Album als 2 Chainz deutlich. Er intoniert hier Vogelzwitschern (Brrrrüüüüp) und Autoreifen-Quietschen (Sküüürrrrp) und packt dazwischen Raps über Givenchy und Comme Des Garçon. 2 Chainz sagt dazu »Tschiwontschi« und »Komohn de Garsson«. Und genau deshalb macht »B.O.A.T.S II« trotzdem Spass; obwohl hier thematisch weniger Vielfalt herrscht, als an der Theke bei McFit (»Alter, welchen Shake nimmst du heute?«), und alle Beats gleich klingen. Spaß macht das wegen 2 Chainz’ Charme und seiner unverwechselbaren Goofy-ness. Aber v.a. unterhält 2 Chainz durch seinen »Wortwitz«, wenn man das noch so nennen darf. Das Album ist voll von Zeilen, bei denen man denkt: Meint er das ernst?, Wie hängen geblieben kann man eigentlich sein? und Was zum Teufel will er überhaupt damit sagen? Das beste Beispiel dafür gleich im Intro: »My wrist deserve a shout-out, I’m like ›What up, wrist?‹/My stove deserve a shout-out, I’m like ›What up, stove?‹«. Ja, dieses Album ist ein Fest der Bedeutungslosigkeit. Aber es ist eben stellenweise ein Fest.

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