Music Review | verfasst 30.09.2013
Clear Soul Forces
Gold PP7s
Fat Beats, 2013
Text Jens Pacholsky
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Redaktion
Cover Clear Soul Forces - Gold PP7s

Ein wenig klingt die Geschichte der Clear Soul Forces natürlich nach Legendenbildung. Von Royce Da 5’’ während einer zufällig benachbarten Studiosession zur Crewgründung inspiriert. Mixtape- und Debütalbum in Rekordgeschwindigkeit produziert. Mit kleinen Schritten durch die Instanzen gegangen und eine glänzende Reputation in und außerhalb ihrer Heimat Detroit aufgebaut. Von Red Bull entdeckt und hofiert. Last but not least das grandios sommerliche Video zu »Get No Better«, das mittlerweile irgendwo bei 2,7 Millionen Views rangiert und die Jungs in die Welt getragen hat. Und – verdammt noch mal – das absolut zu recht! Nicht nur, dass die MCs E-Fav, L.A.Z. und Noveliss sowie der Produzent/MC Ilajide mal eben den Boom Bap wiederbeleben und allen verzogenen Hip Hop-Heads eine 1993er Kopfwäsche verpassen. Die Clear Soul Forces sind die ernst zu nehmenden und rechtmäßigen Erben von A Tribe Called Quest, Souls Of Mischief und The Pharcyde. Hier sind zudem vier MCs am Werk, die wieder Expertise, Flow und einen eigenen Stil in den Balbuties und Dyslalie verseuchte Rap-Zirkus bringen und diesen endlich von diesem einschläfernden Bling-Klamauk und aus dieser infantil-maskulinen Trap befreien. »We’re talking about practise/not a game«, wie es so passend auf der ersten Single »Freq Freq« heißt. Klar, Boom Bap ist lange her und auch das zweite Album der Clear Soul Forces ist keine Neuerfindung eines mittlerweile stark differenzierten Genres. Vielmehr ist »Gold PP7s« äußerst rückwärtsgewandt, dabei extrem gut ausproduziert und auf höchstem Qualitätsgroove nickend. Das Album verdient schlicht ein TÜV-Siegel.

Das Album »Gold PP7s« von Clear Soul Forces findest du bei hhv.de: 2LP und CD
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