Music Review | verfasst 19.02.2014
Breakaway
Straight On to The Top
BBE Records, 2014
Text Frédéric Hartmann
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Redaktion
Cover Breakaway - Straight On to The Top

Breakaway formierten sich Anfang der 1970er als Las Vegas Showband. Und genau so klingen sie auch. Entweder gab es bei ihnen meist überladene Disco-Hymnen, die mal mit dem Rock von Led Zeppelin anbandeln (»Everything’s Been Said About Youq), sich dann wieder funky Gitarrenriffs und Gitarrenlicks bedienen, wie sie bei Nile Rodgers noch heute regelmäßig Sehnenscheidenentzündungen hervorrufen dürften (»There’s A New Group In Town«). Oder aber es gibt solch exzentrische Ballaballaden, dass es einfach zum Mitheulen ist. Gleich sechs nicht enden wollende Schnulzen, bei denen so dick aufgetragen wird, dass meinem Durchhaltevermögen die Luft ganz schön dünn wurde. Gerade die theatralische Kopfstimme von Kathy Newbry-Taylor klingt so sehr nach Broadway Show und Musical, da gebe ich mir doch lieber die Discokugel. Immerhin gibt es ein paar Stücke, die vielleicht kein eindeutiges Hit-Potential mitbringen, dafür aber auch heute noch beim passenden Event mit ausreichendem Schlaghosenaufmarsch begeistern dürften, und zwar tanzflächendeckend. »Work with the Music« sollte spätestens im Percussion getriebenen Interlude die tanzbegeisterten John Travoltas unter euch so durchschütteln, wie das sonst die Tremolos der Frontfrau tun. Aber Hand auf’s Herz: Zwei, vielleicht drei Stücke auf ausgesuchten Disco-Samplern wären mehr als genug gewesen.

Die Anthologie »Straight On to The Top« von Breakaway findest du bei hhv.de auf LP+CD.
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