Music Review | verfasst 18.03.2014
Vladislav Delay
Ripatti03
Ripatti, 2014
Text Sebastian Hinz , Übersetzung Julia Frohn
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Redaktion
Cover Vladislav Delay - Ripatti03

In den letzten (beinahe) 20 Jahren hat sich Sasu Ripatti als ein ungemein vielseitiger Musiker erwiesen. Unzählige Kooperationen mal ausgeblendet hat der Finne unter den Pseudonymen Sistol, Uusitalo, Luomo und Vladislav Delay (um nur die wichtigsten zu nennen) nicht nur zu beinahe jeder Spielart der elektronischen Musik einen Beitrag geleistet, sondern die bespielten Genres auch bereichert. Was soll da noch kommen?, fragt man sich angesichts von »Ripatti03«, dem dritten Release seines im letzten Jahr gegründeten und selbstbenannten Plattenlabels. Die Antwort: Mit das beste, was man jemals von ihm hören durfte. Das liegt daran, dass Vladislav Delay auf den beiden etwas mehr als 8 Minuten langen Tracks der 12-Inch, »#5« und »#22«, richtigen Mut beweist. Er fügt dem typischen, auf Dub basierenden Vladislav Delay-Sound etwas hinzu, das gar nicht mehr so typisch nach Vladislav Delay klingt – und den Hörer doch nicht fremdeln lässt. Das Hinzugefügte ist die statische Rhythmusstruktur eines Mark Fell, das Mikrosampling eines Akufen, die ruhelose Dynamik von Footwork, das TransZENdentale von Ambient. Was sich zunächst liest als müsste es sich ausschließen, macht in der Form, wie Vladislav Delay die Einzelteile auf »Ripatti03« zusammenfügt, Sinn und Spaß gleichermaßen.

Die 12" »Ripatti03« von Vladislav Delay findest du demnächst bei hhv.de.
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