Music Review | verfasst 30.07.2014
Adrian Younge presents Souls Of Mischief
There Is Only Now
Linear Labs, 2014
Text Christian Neubert , Übersetzung Julia Frohn
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Redaktion
Cover Adrian Younge presents Souls Of Mischief - There Is Only Now

Adrian Younge ist nun auch Labelowner. Linear Labs heißt sein Plattenlabel. Das erste hauseigene Release ist »There Is Only Now«, ein von ihm vertontes Konzeptalbum: Younge schneiderte den altehrwürdigen Souls Of Mischief ein Beatgerüst auf den Leib, auf denen sie eine wahre Begebenheit aus ihren musikalischen Anfangstagen zum Ausgangspunkt einer via Rap artikulierten filmreifen Ghetto-Story münzen. A-Plus, Opio, Phesto und Tajai spielen die Hauptrollen in dem hörspielhaften Actiondrama, und sie machen ihre Arbeit gut. Gleiches lässt sich auch über die Nebenrollen sagen: Busta Rhymes wird für eine Rolle als Villain aus der Versenkung geholt, Delfonics-Sänger William Hart und Living Legends-Member Scarub treten für Kabinettstückchen ans Mic, Snoop Dog schaut für einen ungewohnt Wisdom-geschwängerten Cameo vorbei, und ATCQ-DJ Ali Shaheed Muhammed legt sich für seine Rolle als die Szenen zusammenhaltender Radio-Host mächtig ins Zeug. Soviel zur Besetzung dieses hörspielerischen Werks, kommen wir zur Crew: Indem Adrian Younge sich bei »There Is Only Now« sozusagen als Filmmusik-Produzent verdingt, macht in das quasi zum Set-Designer. Für einen authentischen Rahmen der in den Neunzigern angesiedelten Rap-Erzählung hat er eine Soundästhetik gewählt, die deutlich in die Richtung der vielgerühmten Native Tongues-Tage schielt. Soul und Jazz bilden die Eckpfeiler, scheppernde Drums und entspannte Basslines das Fundament. Das ist ziemlich lässig in seiner grundsoliden Beschaffenheit – und aufgrund seiner liebevollen Detailfülle inklusive der geschickt gesetzten Zäsuren und aufstrebenden Höhepunkten keinesfalls nach- oder gar fahrlässig.

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