Music Review | verfasst 01.09.2014
Khun Narin's Electric Phin Band
Khun Narin's Electric Phin Band
Innovative Leisure, 2014
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Khun Narin's Electric Phin Band - Khun Narin's Electric Phin Band

Ein klanglich irgendwo zwischen elektrisch verstärkter Gitarre und Banjo angesiedeltes Saiteninstrument spielt solo zu mehreren exotisch klingenden Trommeln, Schellen-artigen Percussioninstrumenten und einem Krautrock-Bass. Das Saiteninstrument ist eine sogenannte »Phin«, ein traditionelles herzförmiges Holz-Zupfinstrument aus dem Nordosten Thailands mit geschnitzten Verzierungen in mystischer Schlangenform, welches zu allen feierlichen Anlässen gespielt wird. »Khun Narin’s Electric Phin Band« jagt den mit einem Gitarren-Pickup abgenommenen und verstärkten Klang des Instruments aber durch einige Effekt-Treter wie Verzerrer, Phaser, Echo und Hall, was der Musik einen äußerst psychedelischen Anstrich verpasst. Psychedelic Music aus Südostasien? Geht das? Und wie! Schon während des Vietnam-Krieges gab es Thai Rock Bands, die für amerikanische Soldaten Songs von den Doors, Jimi Hendrix oder Pink Floyd spielten. »Khun Narin’s Electric Phin Band« hingegen spielen ausschließlich selbst komponierte oder improvisierte fünf bis acht Minuten lange Tracks. Eine Ausnahme bildet am Ende des Albums »Show Wong Khun Narin«, ein dreiteiliges und hypnotisches, gut zwanzig-minütiges Psychedelic-Epos mit durchgehendem Phin-Solo. Was für ein Trip!

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