Music Review | verfasst 16.09.2014
Orlando Julius With The Heliocentrics
Jaiyede Afro
Strut Alive, 2014
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Orlando Julius With The Heliocentrics - Jaiyede Afro

Schleppende Afro Beat Percussions, ein dubbiger repetitiver Bass und ein tightes Bläser-Arrangement: The Heliocentrics sind wieder da und haben erneut zusammen mit einen alten Helden eine Schallplatte aufgenommen. Nach Mulatu Astatke, Lloyd Miller und zuletzt Melvin Van Peebles ist es diesmal der Nigerianer Orlando Julius. Orlando Julius war Bandleader und Saxofonist von Modern Aces, jene Band in der Fela Kuti einst Trompete spielte, bevor er Anfang der 1960er Jahre seine eigene Band Koola Lobitos gründete und später jene Musik kreierte, die wir heute Afrobeat nennen. Orlando Julius selbst kombinierte damals Highlife mit R&B und Elementen aus der Popmusik und spielte später in den USA mit Louis Armstrong, Lamont Dozier, Hugh Masekela und den Crusaders. Seit den 1980er Jahren war er zwar immer wieder live aktiv, ein neues Album hat es aber nicht mehr gegeben. Gemeinsam mit The Heliocentrics aus London hat er jetzt ein paar Tracks aus den 1970er Jahren re-interpretiert sowie frühe unveröffentlichte Musik und neue Titel eingespielt. Der Gesang und das Alt-Saxofonspiel von Orlando Julius klingen frisch und kraftvoll und The Heliocentrics kombinieren dazu den Afrobeat mit Highlife, Jazz, Funk, Psychedelic und Latin. Am Schluss covert Orlando Julius mit James Browns »In The Middle« einen seiner eigenen alten Helden.

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