Music Review | verfasst 17.11.2014
Loscil
Sea Island
Kranky, 2014
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Loscil - Sea Island

Zackig angeschnittene verrauschte Loops vermeintlich elektronischer Herkunft reiben sich repetitiv an Vibraphon-Schleifen und einem Subbass. Der »Beat« besteht nur aus einem lebendig warmen Pulsieren, welches zusammen mit dem Melodie-Instrument Steve Reich-ähnliche rhythmische Überlagerungen erzeugt. Bei Scott Morgans neuem Album als Loscil stehen wieder Texturen und Klangbearbeitungen im Vordergrund der Musik. Digitale Klänge mischen sich mit von Gastmusikern eingespielten Instrumentalklängen von Geige, Klavier, Rhodes und Gesang und deren digitaler Bearbeitung zu einem dicht strukturierten Konglomerat ätherischer und flüchtiger Klänge. Digitale Parts klingen analog und akustisch eingespielte elektronisch. Repetitiv sind die Tracks, loopbasierte, meditativ mäandernde und sich verschiebende Klangflüsse. »Sea Island" ist stoisch, ambient und entspannend. Gleichzeitig aber legt Scott MOrgan, der (ehemalige) Schlagzeuger, viel Wert auf versteckte Rhythmen, sei es auch nur durch flackernde Flächen oder vorsichtige Glitches, wodurch auch beat-freie Tracks einen unterschwelligen Dub Techno- Touch bekommen. Zusätzlich lebendig und »wach« wirkt die Musik durch die ungewöhnlich vielen melodischen Elemente. Ein ungewöhnliches und sehr eigenständiges Ambientalbum

Das Album »Sea Island« von Loscil findest du bei hhv.de: LP
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