Music Review | verfasst 22.03.2016
Flying Saucer Attack
Further
Domino, 2016
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover Flying Saucer Attack - Further

Zusammen mit den beiden Compilations »Distance« und »Chorus« erfährt auch das zweite Album von Flying Saucer Attack eine längst überfällige Wiederveröffentlichung. Schon 1995 eröffnete David Pearce karge Hallräume um sein spärliches Gitarrenspiel samt gespenstischen Feedbacks, analogen Drone-Loops und seines verhuschten Flüsterns von Gesang. Dass Pearce letztes Jahr mit »Instrumentals 2015« wieder auf der Bildfläche erschien, haben wir wohl diese Re-Releases zu verdanken. Neben seiner Band Movietone verstand es Pearce als Flying Saucer Attack zusammen mit seiner damaligen Freundin Rachel Brook von Anfang an, eine heimelige, aber gleichzeitig bedrohliche Klangkulisse ganz eigener Natur zu erschaffen. Wie auf LSD an einem Lagerfeuer tief im Wald will man sich auf das eh schon abgespacte Gitarrengeklimper konzentrieren, aber die Hintergrundgeräusche gewinnen Welle um Welle immer mehr die Oberhand. Mit »To The Shore« vermögen Flying Saucer Attack auf »Further« ihre atmosphärisch-verträumten Folk-Weisen mit starkem Spacerock- sowie Shoegaze-Einschlag sogar auf ganze 12 Minuten auszudehnen. Schon vor 20 Jahren dürfte dadurch klar gewesen sein, dass ein schüchterner Vortrag nicht ausschließlich in Kombination mit niedlicher Musik funktioniert und Feedback-Orgien nicht nur bei Velvet Underground und Sonic Youth cool sind.

Das Album »Further« von Flying Saucer Attack findest du bei hhv.de: LP
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