Music Review | verfasst 30.03.2016
Damien Jurado
Visions Of Us In The Land
Secretly Canadian, 2016
Text Jan Paersch
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Redaktion
Cover Damien Jurado - Visions Of Us In The Land

Damien Jurado zehrt noch immer von einer einzigen Nacht. Bevor er die Songs für sein 2012 veröffentlichtes Album »Maraqopa« schrieb, hatte der Singer/Songwriter aus Seattle, Washington einen Traum, so intensiv, dass er besser wohl als Vision beschrieben wäre. Darin begibt sich der Protagonist nach einem Autounfall auf eine mehr als nur geographische Reise, eine Suche nach sich selbst, von der er nie zurückkehren wird. Auf diesem Traum aufbauend komponierte Damien Jurado eine ganze Albumtrilogie, die nun mit »Visions Of Us In The Land« ihren Abschluss findet. Das insgesamt 13. Album des US-Amerikaners wurde abermals von seinem Labelkollegen Richard Swift (The Shins) produziert, der Jurado auch für ihre vierte Zusammenarbeit einen psychedelisch verhallten Sound verpasst hat. Eine Art Sci-Fi-Indie-Folk ist dies, in der die zartfühlenden Kompositionen bisweilen in einer Vielzahl von Instrumenten versinken. Und dann sind da noch diese merkwürdigen, beinahe bedrückenden Songs mit verzerrter E-Gitarre, die Jurado in Versalien schreibt: QACHINA, TAQOMA, ONALASKA. Fiktive Kleinstädte in staubigem Wüstensand erscheinen vor dem inneren Auge, durch die Jurados Protagonist halluzinierend taumelt. 17 Songs sind es, und doch keiner zu viel. Damien Jurados Stimme verschwindet fast im Echo, ein wunderschöner Effekt im bis auf die Akustikgitarre reduzierten »Kola«. »You will not be surprised to see your name across my smile«, heißt es da versöhnlich. Und sein »I will remember you« hallt noch lange im Ohr nach.

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