Music Review | verfasst 02.08.2016
Endgame
Flesh
Hyperdub, 2015
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover Endgame - Flesh

Nach einigen Veröffentlichungen für Labels wie Golden Mist Records oder Purple Tapes Pedigree ist Endgame mit seiner aktuellen EP bei Steve Goodmans Hyperdub gelandet. Der Londoner Radiomacher, DJ und Produzent verbindet für »Flesh« auf ungewöhnliche Art und Weise arktisch kalte Klänge und südamerikanische Rhythmen zu seiner ganz eigenen Version von Drill und Grime. Schneidend hart metallene Glockenklänge treffen dabei bollernde Kick Drums und scheppernde Percussions rappeln über treibenden 808-Beats. In der Endgame-Version von Dizzee Rascalls 2003er »Sittin’ Here« kommt die dystopische Drill-Attitüde durch Polizeisirenen und Hundegebell besonders zum Tragen und verleiht dem Track noch eine zusätzliche Gangster-Film-Score-Atmosphäre. Darauf folgt nahtlos ein entspannter, fast ambienter Sofa-Track zwischen R&B, Rap und Grime mit dem wirklich smarten Autotune Gesang von MC Organ Tapes. Der Schlusstrack ist ein Remix der Eröffnung und kommt mit klappernder Hi Hat, tiefsten Bässen und donnernder Kesselpauke wie eine Mischung aus Hochglanz-Dancehall und Reggaeton, die das ohnehin breite Genre-Spektrum der EP noch mal etwas erweitert, ohne sie eklektizistisch oder anorganisch klingen zu lassen.

Die »Flesh«-EP von Endgame findest Du bei hhv.de auf 12inch
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