Review

Dapayk & Padberg

Sweet Nothings

Stil Vor Talent • 2012

Den meisten Produzenten, egal ob Hobby oder Profi, ging es sicher schon einmal ähnlich. Die Freundin bekommt ständig mit wie man sich um seine Musik kümmert, wie man Auftritte bestreitet und das Publikum im besten Fall in seinen Bann zieht. Früher oder später kommt dann die ein oder andere auf die Idee, auch an diesem Erfolg teilhaben zu wollen. Neue Gesangstalente wurden auf diese Weise jedoch selten entdeckt. Eine ähnliche Geschichte habe ich hinter dem neuen Album von Dapayk & Padberg vermutet. Doch dann habe ich bemerkt, dass »Sweet Nothings« bereits das dritte Album von besagtem Ehepaar ist. Dennoch lässt mich die Musik einen wie oben beschriebenen Entstehungshintergrund vermuten. Das liegt v.a. daran, dass die Stücke nichtssagend sind. Technisch solide, aber ideenlose House-Produktionen mit etwas Hintergrundgesang, der von jeder beliebigen Sängerin kommen könnte. Der Gesang verkommt zum schnöden Beiwerk. Leider sind die Produktionen auch nicht aussagekräftig genug, um über diesen Makel hinwegzutäuschen. Zu gute Halten muss man dem Duo, dass sie versuchen verschiedene musikalische Kategorien abzudecken. Letztendlich kann das Gesamtkonzept aber nicht überzeugen. Eigentlich schade, steht das Label Stil vor Talent doch zumindest für funktionierende Unterhaltungsmusik.