




Es ist eigentlich erstaunlich, dass Shindy in Deutschland quasi ein Monopol hat, in dem er einfach nur aufmerksamer seinen 2DopeBoyz- und Nahright-Feed abarbeitet als die Prolls, die immer noch denken mit Dolce & Gabbana Namedrops noch irgendjemand außerhalb eines Nagelstudios einzufangen. Nichts auf »FvckB!tche$GetMoney« (L-O-L, Shindy, L-O-L) fährt eine eigenständige Idee auf und dennoch ist das musikalisch eines der unpeinlichsten Deutschrapalben der »Generation Hantelbank«. Justice League, DJ Mustard, Young Chop – Shindy lässt einfach alles klonen was drüben funktioniert und rappt dazu im internationalen Vergleich äußerst mäßig wie der rangniedrigste A$AP Mob Lean-Vorkoster, aber im deutschen Kontext macht das zumindest für eine Viertelstunde wirklich Spaß, wenn Bushidos Schützling versucht diesen ganzen Hummer-Frühstück- und Givenchy-Shirts-Lifestyle an postpubertäre Niederbayern zu verkaufen. Meine Bitch? Adri-ana Li-Ma Klon! Deine Bitch? Kana-lisa-tion! Also, da rolle ich mich doch auf dem Boden, den Arsch ablachend, hömma!

Was hingegen immer geil ist: R&B, der nicht zu sehr versucht postmodern zu sein. Tinashe lässt diese ganzen existentialistischen Jammersäcke ihre Neurosen ausleben und konzentriert sich stattdessen auf die Bad Boy-Ära. Modern klingt »Aquarius« dennoch, aber eben auch nach den Neunzigern, nach Champagner und Balztrieb statt Codein und Paranoia. Also wer Timberlake damals diese Sexy-Back-Chose abnehmen konnte, wird hiernach dauererrigiert seine Espressomaschine angrinden.













