Und wieder ist ein Jahr vorbei. Und was für ein ereignisreiches! Es verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo auf diesem Planeten etwas mit hohem Nachrichtenwert geschehen ist: »arabischer Frühling«, »Fukushima«, »Euro-Krise«, »Utøya« und »Lüttich«, »Stuttgart21« um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Doch was hatte das Jahr musikalisch zu bieten? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir uns in den letzten Wochen einem selbstauferlegten Stresstest unterzogen und sogleich eine eigene Ratingagentur gegründet, um die 50 Alben des Jahres zu sondieren. Es sollte uns auch ohne zu »hebeln« und ganz ohne Rettungsschirm gelingen. So machte uns Elzhi den Karl-Theodor zu Guttenberg, allerdings ohne seine Quellen zu leugnen. Panda Bear trotzt der »Retromania« und macht nicht aus altem alt, sondern weiterhin aus altem neu. Erste »Schoßgebete« gab’s von The Weeknd und und und. Na dann viel Spaß beim Stöbern.



Kosmische Musik trifft Harlem’s wasted youth. Ein 23-jähriger Physiotherapeut aus Nutley, New Jersey und die »Uh…Bass…Uh«-Hookline haben das Jahr gerettet. Alle lieben Clams Casinos New-Age-Baps, völlig zurecht – um so schöner, dass er ein paar davon für den jungen Harlemite mit dem Houston-Slang reserviert hat. Trillwave hin oder her, A$AP Rockys Codein-saure, ständig zwischen Euphorie und Depression pendelnden Geschichten von Paranoia und Purple Swag auf Live Love A$AP waren neben Kendrick Lamar das Beste, was es dieses Jahr NICHT in deinem Plattenladen zu erstehen gab. Sollte dringend noch jemand ändern. (Julian Brimmers)





















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