Nichts auf der Welt tut so schön weh wie Cindy Lee. Weil Sehnsucht und Kummer so weit aufgespannt sind, dass sie immer wieder ins Theatralische ragen, und man sich als vom Leben gebeutelter Hörer dann gerade noch retten kann: Ist ja nur Geste, ist ja nur Kunst. Aber eben: was für eine. Cat O‘ Nine Tails ist faktisch und hörbar der Vorgänger zum vier Jahre später erschienenen Epos Diamond Jubilee. Die ganze Stimmung ist schon da: Die Tankstellen am Ende der Straße, die leidenden Liebeslieder aus dem Radio, das very lonely girl, in the back of the woods.
Cindy Lee – Cat O‘ Nine Tails