Dorothy Carlos lebt zwischen Chicago und New York, und ihre Musik tut es ihr gleich. Das Debüt Ear World der Cellistin hat jazzige Momente und knüpft an die Improv-Traditionen der Windy City an – wem das Album von Macie Stewart für International Anthem gefallen hat, wird auch hier fündig –, ist aber zugleich der Downtown-Szene des Big Apple verpflichtet: Wenn Carlos ins Mikrofon murmelt, klingt sie wie die Großnichte von Arthur Russell oder Meredith Monk. In Verbindung mit ein paar oder ein paar mehr elektronischen Eingriffen in das Ganze ergibt das ein ziemlich einzigartiges, bescheidenes, intimes und durchschlagendes Album.
Dorothy Carlos – Ear World