Das Kollektiv FLEE hat zuvor die Geschichte des kenianischen Benga aufgedröselt und im Anschluss eine rein für Männer vorbehaltene griechische Insel besucht. Nun widmet es sich einem Schmelztiegel namens Louisiana. Das zweisprachige Werk (Englisch/Französisch) wird von einer Vinyl-Compilation mit Zydeco- und Kreol-Songs begleitet und taucht in die Feinheiten einer der musikalisch interessantesten Regionen Nordamerikas ein, um die Einflüsse von afrikanischer, indigener, französischer und karibischer Musik darauf auszuloten. Pasé Bél Tan bedeutet »Viel Spaß«, und das mag ein paradoxer Titel für ein dezidiert wissenschaftliches Buch sein. Doch erfüllt der Titel sein Versprechen, sobald dieses wunderschön gestaltete Buch in die Hand genommen wird.
FLEE (Hg.) – Pasé Bél Tan: Francophonies & Creolities In Louisiana