Die größte Qualität von gutem Ambient ist Zeitlosigkeit. Weshalb sich ishomes Album Carpet Watcher auf Galaxiid, dem Sublabel von Nina Kraviz’ Trip, ruhig anhören darf wie die bestmögliche Synthese aus Boards of Canada und Biosphere. Über eine Stunde hinweg zelebriert die LP ihre Lebendigkeit und fordert volle Aufmerksamkeit, ob mit spitzen, haptisch perlenden Synths, die durch den Hangar einer verlassenen Raumstation mäandern, oder Songs, die sich von abseitigen, kühlen Spoken-Word-Landschaften zu vollwertigem, mehrstimmigem Pop aufschwingen, der durchs Orbit zuckelt.
Ishome – Carpet Watcher