Wenn man stotterst, ist eines der Worte, die man am häufigsten stottert: der eigene Name. JJJJJerome Ellis griff, um eine andere Ausdrucksmöglichkeit als Sprache zu finden, irgendwann zum Saxophon. Er fand heraus: Er stotterte immer noch – aber anders. Vesper Sparrow strahlt die Tiefe, die nur von Künstler:innen ausgehen, die die eigenen Limitierungen genau kennen und daraus ureigene Tugenden entwickelt haben. Klanglich ist das der inoffizielle Nachfolger zu Laurel Halos Atlas – und das ist ganz sicher eines der besten Alben der 2020er bisher.
JJJJJerome Ellis – Vesper Sparrow