Die Scham des Schmetterlings vor seinem Leben als Raupe. Noémi Büchi interessiert sich auf Exuvie für das, worauf sonst niemand schaut: nicht die Metamorphose, nicht das Ergebnis – die Reste. Exuviae, abgestreifte Haut. Zeugnisse von etwas, mit dem man nichts mehr zu tun haben will. Die Schweizer Klangkünstlerin vertont das in kristallklare Sounds, orchestrale Schichtungen, brutal knallende Beats und analoge Synthesizer-Texturen. Hochmodern und abstrus barock. »Beneath Form« heißt ein Stück. Du kannst die Haut abstreifen. Die Erinnerung nicht.
Noémi Büchi – Exuvie