Mitten in all den beatlastigen Kraterlandschaften auf Planet µ gönnt sich selbst Labelchef Mike Paradinas zwischendurch Atempausen und lässt sich in futuristisch verzerrte Erinnerungen an eine leichtere Jugend fallen. Hier formen Synthesizer dichte Nebelschwaden, Neonröhren glimmen in weltfremdem Pink und körperlose Traumstimmen schweben durch den Raum. Hier darf es auch mal Glamour geben – und Pathos und ein Hauch von exzessivem Wahnsinn. Ital schuf gemeinsam mit Miracle, Polysick und Kuedo solche regelmäßigen Rückzugsräume auf Planet µ. Auf die Spitze getrieben hat das allerdings Rudi Zygadlo: Sein Debütalbum wirbelt wild zwischen Daft Punk, 70s Glam Rock, Synth-Pop, dem New New Wave von PVT und Bassmusik am Spielautomaten. Was für ein Ritt.
Rudi Zygadlo – Great Western Laymen