»Thirty, no career, it fucking worries me / and doing the band doesn’t help.« Die Quarter-Life-Crisis von Sänger und Songwriter Tiernan Banks liefert uns viele solcher Sätze auf dem dritten Album seiner Band deathcrash. Diese ist – das kann man nicht oft genug betonen – von all den Bands, die in dieser neuen Welle britischer Gitarrenmusik aus und um London emporkamen, die eigenartigste und faszinierendste.
Angefangen bei episch ausladenden 15-Minütern ihrer frühen EPs über sanft schweppernden Slowcore bis hin zu melancholischen, an Emo kratzenden Gitarrensongs und bei jedem Windhauch einsturzgefährdeten Wall of Sound landen sie nun bei bittersüßen, vor allem von Banks’ Vocals getragenen Seufz-Songs. Das kündigte sich bereits mit seiner Solo-Platte aus dem vergangenen Jahr an und ist in der Ausführung auf dem dritten deathcrash-Album nur konsequent.
Wer beim Opener, dem Titelsong, plötzlich an The National denkt, dem sei verziehen. Der Unterschied ist jedoch, dass hier kein Bombast Regie führt, sondern jeder Song so klingt, als würde er im kleinsten Proberaum der Welt für das kleinste Publikum der Welt gespielt. Intime, in Resignation badende Musik einer im Stillen so spektakulären Band.

Somersaults