





















R&B war für Menschen mit Musikgeschmack ja lange Zeit eine eher schwierige Angelegenheit: zu oberflächlich, zu schmierig, zu schmalzig, zu eindimensional, zu dumm. Wenn man Soul haben wollte, dann suchte man eher in der Historie oder bei der, nun ja, Conscious-Fraktion – bis dieses Jahr House Of Balloons von The Weeknd bei so ziemlich jedem mit Internetzugang und Ohren die Haltung zu R&B gehörig auf den Kopf stellte: Hypnotische Musik irgendwo zwischen Drake und Burial, Abel Tesfaye singt dazu wie ein junger Dionysos über Gefühle, Drogen, Sex, Sex und Sex – so geht das klar. Von wegen nur »für die Ladys«. (Marc Leopoldseder)


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