Music Kolumne | verfasst 05.06.2013
Aigners Inventur
Mai 2013
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Mount Kimbie, Daft Punk, The-Dream und Vampire Weekend.
Text Florian Aigner

daft punk random access coverFind it at hhv.de: CD | 2LP Ich weiß nicht, wie ich es deuten soll, dass von einem ungeheuren Enthusiasmus für die anstehende Aufgabe über »Random Access Memories« zu schreiben vor gut drei Wochen heute eine ähnlich apathische Leere wie vor einem Besuch auf dem Einwohnermeldeamt geblieben ist. Ich bin mir aber immerhin sicher, dass das wenig bis nichts mit der auf dem vierten Daft Punk Album enthaltenen Musik zu tun hat. Die französische Version von Crosby, Stills & Nash wollen da manche gehört haben, andere die Flohmarktplatten von Earth, Wind & Fire, die grundsätzlich zwischen »Flashdance« und »Born In The USA« stecken. Man kann all das auch in der eigenen Schmalztradition sehen, übersetzt in Midlife-Crisis-Megalomanie, von mir aus auch als Fortsetzung dessen, was Sebastien Tellier in den letzten zehn Jahren so getrieben hat. Man könnte zum x-ten Mal das Marketing-Genie dieser beiden Legenden durchdeklinieren, Roule-Zeiten nachtrauern, in einem Nebensatz »Human After All« als Blaupause für all things Ed Banger anerkennen oder beleidigt, aber richtigerweise darauf verweisen, dass Daft Punk in allem, was sie tun irgendwie so unfickbar meta und gleichzeitig doch so charmant sind, dass der ganze Diskurs der letzten Wochen im Endeffekt nur ein Perpetuum Mobilee journalistischer Wettwichserei ist, in dem es krampfhaft darum geht, eine Blockbuster-Pop-Platte in der Tradition der Reagan-Ära zu etwas zu stilisieren, was sie nicht ist: ein Politikum. In diesem Sinne: Spart euch die klugen Baudelaire-Referenzen für Thom Yorkes nächstes semiautistisches DJ-Set , regt euch nicht so krampfhaft über »Get Lucky« pfeifende Bierbike-Atzen auf und tut bitte nicht so als hätten Bangalter und de Homem-Christo ihre Seele verkauft. Das tun sie nach diesen Maßstäben nämlich schon seit 1996.
 

the-dream iv playFind it at hhv.de: CD | Deluxe Auch die überkritische Rezeption des notorischen Kritikerlieblings Terius Nash und dessen eeeewig verschobenen vierten Albums scheint weniger dessen Unzulänglichkeiten geschuldet zu sein, sondern dem Bedürfnis der medialen Landschaft der jüngeren R&B-Produzenten-Riege die Fackel in die Hand zu drücken. Wobei es stimmt schon: »IV Play« ist definitiv nicht das Meisterwerk, das »Love King« war, dazu fehlen die ganz großen Dramen. Auch lässt sich eine bislang uncharakteristische Ruhe bezüglich der künstlerischen Identität The-Dreams feststellen. Er wollte immer Prince sein, er kam dem manchmal so nahe wie wenige, aber auf »IV Play«scheint Nash nun das erste Mal wirklich geerdet zu sein in der Gewissheit: I run this shit. Und das sorgt für viele große Momente, aber auch für weniger Risiken, vorhersehbareres Songwriting und eine Selbstzufriedenheit, die diesen schwer in Worte zu fassenden The-Dream’ismen weniger Luft gibt als zuvor. Vielleicht sollte er mal wieder Nikki in Dallas besuchen, damit es bei unserem Terius mal wieder richtig doof ist.
 

french montana excuse Talentfrei, frei von künstlerischer Identität, im Grunde der rappende Khaled. – Warum ist »Excuse My French« trotzdem partiell gut? Weil French Montana ein Socializer ist und sich eine Überhook von The Weeknd bestellt. Weil er mit Rozay durch das Trap House poltert. Weil er Beats picken kann. Vielleicht sogar weil nur Kulturpessimisten nicht Schinken gehen zu diesen ganzen bekloppten, häufig ungelenk mit durchgenudelten Samples werkelnden Tracks. Vor allem aber, weil man hier irgendwie selbst damit im Reinen ist, dass es heute nicht mehr primär um Strebertum am Mikrofon gehen muss und eh jeder Alben so zerhackt, dass am Ende drei Neuzugänge für die iPhone-Playlist übrig bleiben. Womit wir wieder bei Kulturpessimismus angekommen wären…
 

nore papi student Ein Streber ist N.O.R.E. nie gewesen, viel zu hemdsärmelig war schon seine Delivery zu War Report Zeiten. Ohnehin passte dieses grimmige QB-Ding eh nur kurz zu diesem Trickster, der wenig später so oft Whut Whut auf einen der prägenden Beats der Jahrtausendwende gebrüllt hatte, dass man ihm auch die anschließenden Reggaeton-Verirrungen nicht nur verzieh, sondern zugestand. Papi heißt er nun, sein Album verbindet herrlich inkohärent Maschinengewehr-Snares und Hypebeasting mit Large Professor Features und Elliot Ness Unantastbarkeit. Das ist nicht unbedingt schlüssig, zur Hölle, manchmal nicht mal im weitesten Sinne gelungene, aber in all seiner Schizophrenie schon ein geiles Statement. Mal wieder.
 

Havoc - 13 LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Ob sich Havoc einmal im Monat mit Q-Tip trifft und die beiden gemeinsam the pain away drinken angesichts dessen, dass sie irgendwie nie jemand auf der Liste hat bei der Frage, wer in den Mitneunzigern diese so genannte goldene Ära denn nun entscheidend geprägt hat? Nun gut, Tip wurde von Kanye wiederentdeckt und so sitzt Havoc mittlerweile alleine da, auch der temporäre Waffenstillstand mit Prodigy sollte diesbezüglich nicht überinterpretiert werden, vor allem wenn man Rap als konsequente Fortsetzung der Wrestling-Logik betrachtet. Nun hat Havoc mit »13« tatsächlich sein erstes Soloalbum (äh, ok, sein zweites, danke für den Hinweis, Esvee) veröffentlicht. Das wäre 1996 ein Gamechanger gewesen, 2013 dann eher etwas aus der Rubrik Special Interest, aber auf die eigenen Adoleszenzhelden einzuprügeln, ist und bleibt schwierig. Und vor allem: so scheiße ist das gar nicht, vor allem wenn dann auch noch die üblichen New Yorker Mixtape-Könige von annodazumal vorbeischauen.
 

Talib Kweli - Prisoner Of ConsciousFind it at hhv.de: CD | 2LP Etwas weniger anachronistisch ist »Prisoner Of Conscious« (Story of his life?), das neue Album von Talib Kweli, auf dem sich das gute Gewissen der Rawkus-Ära auf unangenehme Weise von XLR8R-Darling Miguel anschmachten lässt und später auch noch von Kendrick Lamar schwindlig gerappt wird. Überhaupt wirkt Kweli hier häufig wie im Autopilot, der einst so leidenschaftlich-awkwarde Flow kommt seltsam teilnahmslos, so dass das am Ende ein Album sein wird, das schnell aus der Wahrnehmung verschwinden wird, trotz durchaus ansprechenden Produktionen hie und da.
 

tree sunday school 2 Tree wäre sicher nicht glücklich über den Vergleich, aber er macht genau die Musik, die für jenen Kweli heute die perfekte Nische wäre. Druckvolle Soul-Samples gepaart mit der Preset-Ästhetik des Südens dominieren »Sunday School 2«; Trees Reibeisen-Organ ist ein würdiger Herausforderer für die druckvollen, mal an Just Blaze und RZA, mal an UGK und Mannie Fresh erinnernden Beats, die Tree auch noch weitgehend in Eigenregie produziert hat. Statt Brother Ali lädt sich Tree dann selbstverständlich Danny Brown ein und alle sind glücklich. Soul Trap nennt er das selbst, ich nenne es eines der besten Rap-Alben des Jahres, für die auch die zuvor bereits bei French Montana verhandelte Problematik nicht im geringsten zutrifft.
 

Dexter - The Trip LPFind it at hhv.de: CD | LP Auch wenn er grundsätzlich der gute Kumpel eines guten Bekannten ist, ganz egal wo man hingeht: ich finde nach wie vor nicht, dass Dexter diesem Beattape-Scheiß irgendetwas wichtiges hinzufügt. Auf »The Trip« macht er das, was sein englischer Bruder im Geiste Paul White auch vor nicht allzu langer Zeit getan hat: Psych-Platten samplen und dabei entweder exakt wie Madlib oder aber wie dessen kleiner Bruder Oh No klingen. Das wäre notwendig, wenn die Gebrüder Jackson nicht eh schon einen exorbitant hohen Output hätten und nicht jeder deren Theme-Tapes im Regal stehen hätte. So bietet »The Trip« zwar nerdige Qualitätsarbeit, aber insgesamt erschreckend wenige neue Perspektiven.
 

sweatson klank you me coverFind it at hhv.de: CD | 3LP Weniger redundant ist »You, Me, Temporary«, das erste Album, das Take unter seinem neuen Moniker Sweatson Klank veröffentlicht. Auf neun der 16 Tracks traut sich Klank mit Vokalisten zusammenzuarbeiten. Eine weise Entscheidung, lässt sich doch eine allgemeine Ermüdung in diesem Bleepy-Schweepy-Beaty-Ding diagnostizieren. Klank gewinnt Vikter Duplaix für ein kraftvolles »My Love« Update, Ango schmachtet fast so überzeugend wie sonst im Duett mit Jacques Greene und »Fuck & Fight« klingt wie einer dieser schrägen Zebra Katz-Tracks, die man erst beim dritten Versuch checkt. Dann noch ein prominentes Mobb Deep Sample über einen verträumt blinzelnden Sommertrack und ich bin mehr als zufrieden.
 

Bibio - Silver WilkinsonFind it at hhv.de: CD | 2LP Schon wieder neues gibt es von Bibio, der sich für »Silver Wilkinson« an Field Recordings versucht und daraus diese zerbrechlichen Beats baut, die man bei Four Tet zu Rounds-Zeiten für eine kleine Sensation hielt. Nun ist dieser hippieske Beat-Folk nichts schlechtes, aber seit seinem großen Wurf »Ambivalence Avenue« anno 2009 wirkt es so, als würde Bibio nur noch die dort übrig gebliebenen Skizzen zweit- und drittverwerten und dabei vergessen, dass es genau die rauen Kanten waren, die jenes Album speziell machten.
 

Tricky - False IdolsFind it at hhv.de: 2LP+CD | Deluxe Raue Kanten sind Trickys Ding, zumindest wenn es um die Inszenierung seines öffentlichen Ichs geht. Böse Tweets, Interview-Megalomanie – die Social Media Nebengeräusche, die »False Idols« begleiteten, waren fast spannender als das Album selbst, v.a. weil man sich durchaus die Frage stellen darf, wer denn 2013 wirklich eine Rückkehr zu »Maxinquaye« braucht. Letztere Platte ist wie wenige andere ein Produkt ihrer Zeit und so tief im Prä-Milleniumssumpf verortet, dass Trickys Anliegen, sich an seinem definitiven Klassiker zu orientieren, eigentlich nur schief gehen konnte. Das Gute jedoch ist, dass es das Enfant Terrible schafft zwar subtil bei sich selbst zu zitieren, aber dennoch keine Retroplatte gemacht hat, sondern eine erstaunlich stoische, düstere Pop-Platte, der man ihre neun Vorgänger gar nicht anhört. Gut, vielleicht ist er als Internet-Troll immer noch unverzichtbarer als als Diskursführer kontemporärer elektronischer Tanz-Nicht-Tanz-Musik, aber im Quasi-Rentenalter immer noch jeglichem Belächeln zu entkommen, ist ein Schicksal, das wenigen vergönnt ist.
 

Mount Kimbie - Cold Spring Fault Less YouthFind it at hhv.de: CD | 2LP Diskursführer dort sind unbestritten Mount Kimbie, denen wir diesen ganzen Post-Everything-Salat entscheidend mitverdanken, dabei wollten sie vermutlich doch nur dieses Dubstep-Ding aus Clubs und Night Busses ins Wohnzimmer transportieren. Die neue Platte mit dem sperrigen Titel »Cold Spring Fault Less Youth« weist interessanterweise einige Parallen zur Entwicklung James Blakes auf, dem anderen Posterboy jener Generation also. Ähnlich wie Blake ist das Zweitwerk ausformulierter, klassischer, Vocals werden als solche begriffen und weniger fremdelnd eingesetzt. Manchmal meint man Mo’Wax schüchtern um die Ecke spicken zu sehen, dann wieder erinnert das an Darkstar vor ihrer Radiohead-Phase. So oder so: virtuos ist das und es bleibt spannend zu beobachten, ob Album Nummer Zwei ähnliche Folgen haben wird wie »Crooks & Lovers».
 

John Roberts - FencesFind it at hhv.de: CD | 2LP Keine ganz so hohen Wellen geschlagen hat bisher John Roberts’ zweites Album »Fences«, die konsequente Fortführung eines meiner absoluten Lieblingsalben der letzten fünf Jahre. »Fences« ist wieder so subtil, so wunderschön musikalisch, im Tempo variabler und insgesamt weniger House als Glass Eights. Roberts schafft es erneut ein Album im klassischen Sinne zu produzieren, Effekthascherei ist ihm völlig fremd. Manchmal muss ich an einen Dance Mania und Bonnie Prince Billy sozialisierten frühen Blockhead denken, vor allem wenn Roberts sich ganz der Melancholie hingibt. Wobei ihm auch dieser Vergleich nicht gerecht wird, John Roberts klingt schon in diesem immer noch frühen Karrierestadium nur wie John Roberts. Eine Frage jedoch hätte ich noch: Warum um alles in der Welt erscheint dieses Album ausgerechnet im Frühsommer?
 

octo octa between Find it at hhv.de: 2LP Ob sich Octo Octa schon einen Trademark-Sound ans Revers haften darf, ist zumindest zu bezweifeln, immerhin aber ist sein erstes klassisches Album eine typische 100% Silk-Chose. Grelle Synths, Breakbeat-Passagen, DeeLite-Verneigungen, Britbass-Vocalschnippsel, mal dudelig, meist euphorisch. »Between Two Selves« ist dann auch eines der stärkeren Alben, die auf Silk in letzter Zeit erschienen sind, nachdem Madame Brown ihren A&R Midas Touch des Jahres 2011 langsam doch etwas verloren hat.
 

kyle hall boat partyFind it at hhv.de: 2LP Das ewige Wunderkind Kyle Hall veröffentlicht derweil mit »The Boat Party« seinen ersten Vinyl-Doppelpack, auf dem er sehr gekonnt Sample-House neben experimentelle Techno-Stücke stellt. Essentielles aus Detroit, oh Wunder.
 

slava coverFind it at hhv.de: 2LP Die Motor City bleibt in Slavas krudem House-Entwurf nur einer von unzähligen Signifiern. Nach extensivem Vorspiel will Slava erst mit »Girls On Dick« (äh, ok) in den Club, darauf folgt direkt postkoital-seliges Stolpern, ehe die volle Ladung verschossen wird (man entschuldige an dieser Stelle die billige Peep-Metaphorik): 160 BpM Footwork, Breakbeat-Techno, Neon-Synths, alladat. dabei sind gerade die gediegeneren Tracks oft besser, weil Slavas Footwork-Entwurf manchmal ein bißchen wie Machine Drum mit mittlerer Reife klingt.
 

secret circuit lpFind it at hhv.de: 2LP Stilistisch fällt Secret Circuits »Tactile Galactics« diesen Monat etwas raus, auf keinem anderen Album wurde so ungeniert balearischer Schmu mit proggiger Attitüde kombiniert. Dass das über Tim Sweeneys Beats In Space erscheint ist konsequent, aber manchmal würde es Eddie Ruscha Jr., diesem alten Shoegazer, durchaus helfen, wenn er seine verqueren Leftfield-Disco-Opern weniger zukleistern würde. Gerade die kraftvollen Synth-Flächen harmonieren so nicht immer mit dem krautig-erdigen Habitus.
 

cocorosie widow coverFind it at hhv.de: 2LP Wie hoch ist eigentlich die Halbwertszeit von Schrulligkeit? CocoRosie klingen auch auf »Tales Of A Grass Widow« immer noch wie Björks Nichten, die mit einem Cola-Rausch Topfschlagen spielen, aber sobald man Antony Hegarty zum Spielen einlädt, wird aus der ewigen Geburtstagsparty eine Staatsangelegenheit. Antonys Pathos tut den beiden Weirdos gut, ein drolliges Album zwischen dadaistischen Beats und schönen Mädchenballaden.
 

savages silence yourselfFind it at hhv.de: 2LP Die Indie-Band der Stunde hört auf den Namen Savages, reiht sich in den langen Postpunk-Verarbeitungskanon ein, ist dabei aber wesentlich weniger nonchalant als diese ganzen Gang Of Four-Epigonen Mitte der Nullerjahre. Sängerin Jehnny Beth dehnt gerne die letzte Silbe, hat keine Angst vor der Tonleiter und wirkt manchmal so als hätte Glenn Danzig Karen-O ein Netzhemd übergestülpt. Dann aber wechseln die Engländer von früher Yeah Yeah Yeahs-Schraddeligkeit zu suizidalen Balladen und man muss kurz an Beth Gibbons’ Zusammenarbeit mit Rustin Man denken. Wild ist das und schon qua Habitus momentan omnipräsent.
 

Vampire Weekend – Modern Vampires Of The CityFind it at hhv.de: LP+CD | LP+CDVampire Weekend verlieren nie den musikalischen Zusammenhang, obwohl es ( = »Modern Vampires Of The City«) ein solch bunter Mix ist. Von den erwähnten jamaikanischen Einflüssen kommen sie zu klassischem Indie-Pop, nölen sich aus einem akustischen Stück und landen bei einer voll beladenen Pop-Oper. Aber trotzdem: Das Album nervt und strahlt etwas Unangenehmes aus.” Kann man so stehen lassen, Kollege Kunze. Dann mach’ ich jetzt Feierabend.
 

Dein Kommentar
3 Kommentare
05.06.2013 17:06
Esvee:
"13" ist nicht Havoc´s erste Solo-Platte.... das war "The Kush" in 2007
― antworten
05.06.2013 17:37
Florian Aigner:
Ist korrigiert, danke!
― antworten
09.06.2013 13:20
Tobfunka:
Bin mir jetzt nicht sicher aber, magst du jetzt Random Access Momories oder nicht?
― antworten
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Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Scotch Rolex – Tewari
Ist es Hip-Hop? Ist es Metal? Ist es Dancehall? Ist es Musik, die du nicht raffen wirst? Ist es unfair, dass die Clubs geschlossen sind? Unsere Vinyl-Sprechstundler gehen gleichermaßen clubhorny wie verstört aus DJ Scott Rolex’ »Tewari«.
Music Interview
Adrian Younge
Sonische Geschichtsstunde
Mit »The American Negro« beginnt ein neues Kapitel in der Arbeit von Adrian Younge. Sie ist frontaler, politisch aufgeladener und selbstsicherer. Er will lehren. Wir hatten die Gelegenheit zu einem ausführlichem Interview.
Music Liste
Leon Vynehall
10 All Time Favs
Mit seinem neuen Album »Rare, Forever« setzt der britische Produzent Leon Vynehall den Weg fort, den er mit »Nothing Is Still« begonnen hat. Uns verrät er heute 10 Schallplatten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Gil Scott-Heron – Pieces Of A Man (1971)
Man nannte ihn den »Godfather of Hip Hop«, weil er über Drogen, Rassismus und die Divided States of America textete. Mittlerweile ist das erfolgreichstes Album von Gil Scott-Heron 50 Jahre alt – und aktueller denn je.
Music Kolumne
Records Revisited
Deftones – White Pony (2000)
Die im Juni 2000 veröffentlichte LP »White Pony« wurde deshalb zu einem dermaßen bahnbrechenden Album, weil sich die Deftones darauf erstmals als die Zitationsmaschine in Szene setzen, die sie eigentlich immer schon gewesen waren.
Music Liste
Jenn Wasner (Flock Of Dimes)
10 All Time Favs
Mit ihrem Soloprojekt Flock of Dimes hat Jenn Wasner gerade ihr persönlichstes und zugleich substanziell weitreichendstes Album vorgelegt. Wir baten die Musikerin uns 10 Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Porträt
Gondwana Records
Seele und Charakter
Als DJ und Musiker wurde Matthew Halsall zum Labelbetreiber. Ausgehend von einem lokalen Fokus auf die Jazzszene Manchesters hat der Trompeter seinem Label Gondwana mittlerweile eine recht internationale Ausrichtung gegeben.
Music Kolumne
Records Revisited
Busta Rhymes – The Coming (1996)
Als vor 25 Jahren »The Coming« erschien, war Busta Rhymes kein Unbekannter mehr. Sein Solodebüt mit dem Hit »Woo Hah!! Got You All In Check« machte ihn zu einem der größten Rapstars seiner Zeit. Wie klingt das Album heute?
Music Kolumne
Records Revisited
Yellow Magic Orchestra – BGM (1981)
Winke für die Zukunft: Die japanischen Synthesizerzauberer des Yellow Magic Orchestra entwarfen auf ihrem vierten Album »BGM« eine Background Music für nachfolgende Generationen.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Love's Secret Domain (1991)
Techno ist es nicht – doch hinterließ »Love’s Secret Domain« tiefe Furchen in der Clubmusik der 1990er Jahre und markierte für Coil jenen Wendepunkt, ab dem ihr Wirken eine neue Richtung einschlug. Das Projekt hätte es fast zerrissen.
Music Porträt
Die P
Die Messlatte höher legen
Sie ist das erste Signing des All Female*-Labels 365xx Records und veröffentlicht dieser Tage ihr Debüt »3,14«. Für Die P ist die Golden Era schlicht nachhaltig, Competition ist für sie Ansporn, besser zu werden. Ihr Ziel: Zeitlosigkeit.
Music Porträt
Important Records
Deep Listening Forever!
Ob Pauline Oliveros, Éliane Radigue, Alina Kalancea oder Caterina Barbieri: Seit 20 Jahren ist Important Records wie ein gut bestückter Plattenladen für aufregende Sounds – die beste Anlaufstelle für Musik, die intensiv gehört werden muss.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2021
Die ganze Welt verarbeitet im März 2021 immer noch den März 2020, nur unser Kolumnist ist weiterhin auf der Suche nach Wrong-Speeder-Optionen. Aigners Inventur: Dub aus dem Abyss und durch die FFP2-Maske gerauchte Kippen.
Art Porträt
Vincent de Boer
Wie Jazz mit Pinseln
Der niederländische Künstler Vincent de Boer ist zu einem festen Bandmitglied der britischen Jazzer von Ill Considered avanciert. Er zeichnet Plattencover auf Basis der gehörten Grooves. Für »The Stroke« wurde der Prozess nun umgedreht.
Music Kolumne
Records Revisited
Dinosaur Jr – Green Mind (1991)
Viele Rockbands nehmen zu Beginn der 1990er Jahre ihre bis dahin besten Alben auf. Auch Dinosaur Jr. Während die Band selbst bei den Aufnahmen bereits auseinanderbricht, strotzt ihr viertes Album »Green Mind« vor Kreativität.
Music Porträt
Phew
Ein Leben gegen den Strich
Punk mit Aunt Sally, Synth Pop mit Sakamoto und experimentelle Musik solo und mit anderen: Die japanische Musikerin Phew sucht seit über vier Jahrzehnten die Fehler in der Musik, weil sich darin nur deren Möglichkeiten offenbaren.
Music Porträt
Far Out Recordings
Im Epizentrum der Brazil-Welle
Joe Davis ist der Lokführer, auf dessen Zug Mitte der Neunziger eine ganze Generation Brazil-affiner Producer aufsprang. Mit seinem Label Far Out Recordings wurde er zum weltweiten Statthalter brasilianischer Musikkultur.
Music Kolumne
Records Revisited
Carole King – Tapestry (1971)
Carole King wollte nie Popstar werden, sondern nur Songs schreiben. Weil sie das aber konnte wie niemand sonst, wurde sie es dennoch – mit »Tapestry«, ihrem Debütalbum aus dem Februar 1971.