Berlin, ey! Ak’chamel kommen. Das texanische Duo war noch nie in Deutschland, aber boy, es wird gebraucht! Deren ritualistisch Welt-Stammes-Musik spült die ausgehöhlten inneren Gänge voll, die ganze Aufgeriebenheit, die ganze Kälte, die ganze Leere des Alltags von Januar bis April: weg. Stattdessen: Tanz mit den Toten, spirituelle Weite. Das können Ak’Chamel. Dringend hin da. Berlin, am 25. April, in der Galiläakirche.
Mach müde Geister munter
Spätestens mit The Totemist, das 2020 auf Akuphone erschienen ist, machten sie Ak’Chamel einen Namen. Plagen, Schamanentum, Jagdkulturen, Opferbräuche, all sowas evoziert die Masken-Band mit ihren Songs. Man fühlt sich irgendwo zwischen Earth, Stereolab, Black Merlin und Sunn O))) auf die berauschendste Art und Weise unbeheimatet. Das ist Musik, die Geister ruft—und so am Ende, natürlich, vor allem ganz ganz hart den Körper anspricht. Bitte nur frisch Pest-geimpft erscheinen.

