Beatsteaks

Yours

Warner • 2017

Aber hallo: 21 Songs, prominente Gäste wie Deichkind, Jamie T und Farin Urlaub von den Ärzten, das ist mindestens üppig. Und ein klares Indiz für den Status der [Beatsteaks](https://www.hhv-mag.com/de/glossareintrag/1111/beatsteaks,) die heute eine der großen einheimischen Konsensbands ist, wenn es um irgendwie alternative Gitarrenmusik geht. Und es vielleicht deshalb hier allen recht machen will. Zwischen dem burschikosen Opener »Break Down« und dem Garagen-Surf »Velosolex« mit Stereo Total, zwischen der entspannten Slacker-Hymne »L auf der Stirn« und sonnigem Melody-Punk mit Vocoder wie bei »Attack And Decay« spannen die Berliner auf ihrem achten Album ein weites stilistisches Spektrum auf. Vom ungestümen Charme der frühen Jahre ist ja schon länger nicht gerade nichts, aber doch eher wenig übrig geblieben. Und an und für sich ist der Drive, sich immer wieder neu auszuprobieren, natürlich erfreulich. Allerdings lässt sich auf »Yours« nicht recht ausmachen, wofür die Beatsteaks mehr als zwanzig Jahre nach ihrer Gründung eigentlich stehen. Es gibt durchaus schöne Songs wie das finale »The Job« oder »The Sucker Punch«. Die Zusammenarbeit mit Deichkind hat sozusagen tütenweise Charme, und auch sonst stolpert man hier über einige tolle Ideen. Aber wie das manchmal so ist, wenn man nach allen Seiten offen ist: Die Vielfalt ist ein bisschen beliebig. Und – das Phrasenschwein soll sich schließlich auch mal freuen dürfen – weniger wäre wahrscheinlich doch mehr gewesen.

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Beatsteaks
Yours
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