Anmutiger Trance-Zauber auf Black Truffle. Live eingespielt. Ohne digitale Schminke, tief gefühlt, meditativ und im Loop einer der aktuell fesselndsten musikalischen Tranquilizer da draußen. KKAARREENNIINNAA markiert die Rückkehr des amerikanischen Komponisten Charlemagne Palestine zum Berliner Label. Auf 43 Minuten dokumentiert das Album einen Auftritt von 2025 in London, gemeinsam mit Daniel O’Sullivan und Black-Truffle-Betreiber Oren Ambarchi. Im Mittelpunkt: Palestines Stimme. Auch wenn Palestine vor allem für ekstatische Klavier-Strumming-Music-Performances bekannt ist, ist seine Arbeit als Sänger ebenso bedeutend, geprägt von sakraler jüdischer Musik sowie dem Studium indischer und javanischer Musiktraditionen.
Hier interpretiert er »Karenina« neu, erstmals 1997 als Andenken an seinen verstorbenen schwarzen Labrador aufgenommen. In diesem von Palestine als Karaoke-Version bezeichneten Mitschnitt bedient O’Sullivan drei Kassettendecks mit der Originalaufnahme. Durch auseinanderlaufende Phasen entstehen komplexe Echos und psychedelische Stimmenschichten. Dazu wächst ein von Palestine live gespielter Orgelton zu einer dichten, psychedelischen Klangmasse an und wird von Ambarchis wirbelnder Gitarre sowie O’Sullivans Viola, Synthesizern und Gesang einfühlsam unterstützt. Über allem schwebt Palestines Stimme und verwandelt mit klagender, schamanischer Intensität alles in eine magische Trance-Séance.

