Review Pop R&B und Soul

Hitomi »Penny« Tohyama

Tokyo Funk Diva 1981-88

WeWantSounds • 2025

Wenn man überrascht ist, dass Japaner auch Funk können, dann mag das ein Indiz für den eigenen Rassismus sein. Immerhin entstand in den Siebzigern in Japan ein eigenes Genre, City Pop, für das Funk eine wichtige Rolle spielte. Mangelnde internationale Vertriebswege dürften aber eine Rolle dabei gespielt haben, dass viele japanische Beiträge von damals erst jetzt in der restlichen Welt weiter bekannt werden. So etwa die Musik der Sängerin Hitomi »Penny« Tohyama, die auf der Compilation Tokyo Funk Diva 1981–88 zum ersten Mal außerhalb ihres Landes zu entdecken ist.

Schon die erste Nummer dieser Auswahl nimmt einen entschlossen mit Boogie-Beat und Vocoder-Intro in Geiselhaft. Aus der wird man dann bis zum Ende der insgesamt zehn Songs nicht mehr entlassen. Sei es durch die kräftig knarzende Bassline von »Brand New Day«, den fein geschliffenen Bläsersatz von »SFO, Oakland« oder den elegant funky synkopierten Refrain von »Sexy Robot«. Die Texte mischen in wechselnden Anteilen Japanisch und Englisch, die Sounds kopieren mitunter bekannte amerikanische Vorbilder. So gibt sich der Bass in »Wanna Kiss« keine allzu große Mühe, die Inspiration durch »Good Times« von Chic zu verbergen. Was nicht weiter stört: Der Groove stimmt, und Tohyamas klarer Gesang passt bestens zu den straffen Arrangements. Besonders, wenn sie Japanisch singt.

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Drittanbieter-Cookies

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.