Review

Mop Mop

Lunar Love

Agogo • 2016

Er macht genau da weiter, wo »Isle of Magic« vor drei Jahren aufhörte: »Lunar Love« heißt das neue Album von Schlagzeuger und Produzent Andrea Benini, der seit 2005 unter dem Alias Mop Mop musiziert. Voodoo-Jazz nannten manche diese einzigartige, relaxte Soundmelange, die Dub und Electronica genauso wie Funk und afrokaribische Sounds mit einschließt. Der 1977 geborene Benini ist für seine Studio-Basteleien bekannt, aber dies ist keineswegs ein Ein-Mann-Projekt. Das mittlerweile fünfte Album des Italieners wurde mit Keyboarder, Bassist und Percussionist aufgenommen. Dazu kommt ein fünfter Mann an Marimba, Vibraphon, Balafon und anderen exotischen Schlaginstrumenten. Auf vier Tracks ist der in Trinidad geborene Brite Anthony Joseph mit seinem wie immer lässigen Sprechgesang zu hören. Es ist ein recht langes Album geworden, gleich fünf Tracks überschreiten die Sechs-Minuten-Marke. Warum ein Instrumental wie »Plato« mit seinen ausladenden Marimba-Soli gleich zehn Minuten lang sein muss, erschließt sich einem wohl nur in der richtigen trägen Grundstimmung. Dann macht es aber einen Höllenspaß. Ein hypnotisch-tropisches Album, das bestens auf den nächsten Urlaub in wärmeren Gefilden vorbereitet.

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Mop Mop
Lunar Love
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