Garage-Tradition, Soul-Samples, entspannte Atmosphäre, manchmal auch ein wenig Romantik: das sind bislang die Markenzeichen des Briten xxxy gewesen. Was er aber nun rauskloppt fügt sich bislang nur bedingt in seine Vita – was man bei solcher Experimentierfreude erfreut zur Kenntnis nimmt. Was erst also noch in die Vita des Rupert Taylor gezwängt werden muss, passt dafür umso besser zum Label, auf dem die Single »Progression/ Thinkin Bout« erscheint. Ten Thousand Yen-Chef Doc Daneeka wird seinem Schützling und Rückkehrer (bereits »You Always Start It/ Ordinary Things« erschien 2011 auf dem Label) mit Sicherheit ganz genau auf die Finger geschaut haben, als er die letzten Kniffe an die Produktion gelegt hat, die so direkt reinknallt und ins Bein geht wie selten eine seiner Nummern zuvor. Dafür hat xxxy die leicht melancholische Funkyness, die sonst bei seinen Produktionen stets mitschwang, etwas zur Seite gelegt und dafür dem Techno die Tür geöffnet – den scheint er nämlich für dich entdeckt zu haben. Was er bescheiden als ein »arpy thing with bass and a vocally thing with bass.« bezeichnet, sind einerseits das um ein Synthie-Arpeggio gebaute »Progression«, das mit viel Bass und furztrockener Percussion jede Peaktime zum Ausrasten bringt und andererseits »Thinkin Bout«. Das zweite Stück ist da schon mehr wie man xxxy kennt, mit mehr Hüftschwung und sorgfältig ausgewählten Vocal-Samples, womit der Mancunian alle zufrieden macht: den Chef, die Fans, die Presse und sich selbst.

Progession