Music Kolumne | verfasst 25.04.2012
Aigners Inventur
April 2012
Auch diesen Monat setzt sich unser Kolumnist vom Dienst wieder kritisch mit der Release-Flut auseinander, selektiert, lobt und tadelt. Any given month. Dieses Mal u.a. unter der Lupe: Actress, OFWGKTA, Aphroe und Dream 2 Science.
Text Florian Aigner

odd future vol2Find it at hhv.de: CD Beginnen wir mit einem neuen OFWGKTA-Mixtape. The OF Tape Vol. 2 versammelt von den beiden Posterboys Tyler und Frank Ocean, über die zweite Garde um den heimlichen Star Hodgy Beats und Mellowhype, bis hin zu den relativ talentfreien Bankspielern Jasper und Taco die gesamte Rasselbande. Und das Wichtigste: ja, auch Earl Sweatshirt kommt zu Wort, wenn auch nur mit einem Vers auf dem überdimensionierten Posse-Cut Oldie. Dass das nicht durchgehend fesselt, liegt zum Teil an dieser Odd Future-typischen Unfokussiertheit, die man noch vor 18 Monaten sehr charmant fand, zum anderen aber auch daran, dass die Jackassisierung des Rap-Spiels 2012 etwas schal geworden ist. Unterhaltsam ist dies trotzdem noch, vor allem dank Hodgy Beats, aber heute klickt der gemeine Swag-Rap-Fan einfach hysterischer bei den Black Hippies und dem A$AP-Mob.
 

DJ Premier & Bumpy Knuckles - Kolexxxion (cover)Find it at hhv.de: CD | 2LP Mit Halbwertszeiten, Datpiff-Hype und YouTube-Klicks wenig am Hut haben hingegen DJ Premier und der notorisch schlecht gelaunte Bumpy Knuckles, der früher mal auf den Namen Freddie Foxxx hörte und immer noch der Typ in New York ist, den man nicht ohne weiteres um eine Newport anschnorren sollte. Premo ließ es sich nicht nehmen The Kolexxxion vollständig selbst zu produzieren und Bumpys Seen-It-All-Habitus mit den üblichen Rasiermesser-Cuts, sorgfältigst gechoppten Mini-Loops und der Premier-Trademark-Snare zu unterstreichen. Für die Jahrgänge 76-86 ist da schwer was gegen einzuwenden, auch wenn man selbst als größter Premier-Apologet schon zugeben muss, dass einem gerade die leichten Formelabweichungen heute die größte Freude bereiten.
 

Planet Asia's Black Belt Theatre LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch Planet Asia ist eher Bausparer als Avantgardist, aber wer mit einer solchen Stimme gesegnet ist, muss sich gar nicht unbedingt alle vier Monate neu erfinden. Black Belt Theatre ist ein bodenständiges Album, das auch 1999 oder 2006 hätte erscheinen können, ohne dass die Erde gezittert hätte. Das kann man als Qualitätsmerkmal verklären oder mit Gähnen quittieren, so oder so bleibt Planet Asia einer der elegantesten Stilisten aus der Napster-Ära.
 

Aphroe's 90 LPFind it at hhv.de: CD | LP So, jetzt wird es unangenehm. Eins vorweg: Aphroe hat seinen Platz in der Deutschrap-Historie sicher, es dürfte kaum einen Wollmützenträger geben, der 1998 nicht Akne mit Tekken, Pils und Unter Tage versucht hat zu bekämpfen und in Aphroes semiphilosophischer Ruhrpott-Poesie den künftigen Studenten in sich entdeckte. Das Problem ist: time waits for no man und Aphroe ist mittlerweile ein Fremdkörper. Nicht dass es grundsätzliche verkehrt wäre, Überklassiker aus den goldenen Neunziger einzudeutschen, aber wer eine Dekade pausiert hat und sich dann an The World Is Yours, Time’s Up oder Shook Ones Pt.2 versucht, klingt unvermeidlich hölzern. 90 ist dann auch ein Album für Menschen, die sich nur schwer entscheiden können, ob Haftbefehl oder Lukaschenko aktuell das größere Übel ist, die immer noch fünf sealed Copies von 1,2 Pass It im Regal stehen haben und den DSL-Anschluss eigentlich nur brauchen um die Preisentwicklung ihrer Fondle ’Em-Sammlung auf Discogs zu verfolgen. Auf dem richtigen Album dann bitte Beats von Fid Mella und weniger demonstrative Entfremdung und das wird wieder. Höre ich mir derweil Westwinde an oder doch Du kannst nicht immer 17 sein?
 

Robert Glasper Experiment - Black Radio (cover)Find it at hhv.de: CD | LP Ähnlich angestaubt ist auch Robert Glasper Experiments Black Radio. Jazz ist der Lehrer und Soul der Vater, so viel ist klar, aber was hier passiert, wurde schon vor zehn Jahren im Okayplayer-Camp besser in Serie produziert und klingt heute so harmlos, dass man unweigerlich an Starbucks und Bubble Tea denken muss. Da hilft es auch wenig, dass Glasper zum Großteil mit der damaligen Neo-Soul-Elite zusammenarbeitet, zitieren sich Ms. Badu, Musiq und Bilal hier doch nur selbst. Herz am richtigen Fleck, Eier not so much.
 

Conrad Schnitzler CoverFind it at hhv.de: 2LP Stillstand war Conrad Schnitzlers Sache hingegen nicht. Zeitlebens ein Besessener, egal ob bei Tangerine Dream, Kluster, Eruption oder als Solokünstler. Kurz vor seinem Ableben im vergangenen August produzierte Schnitzler noch 00/830 ENDTIME, eine 36 Tracks umfassende Collage wilder, experimenteller Electronica- und Noise-Schnipsel, die Schnitzler in ein 70-minütiges, weitgehend beatloses Opus einwebte. Und wir wissen wieder warum Oneohtrix Point Never heute nicht der wäre, der er ist, ohne Schnitzler und Raymond Scott.
 

Clark Iradelphic LPFind it at hhv.de: LP Egal, welche Fangopackung sich Clark für Iradelphic genehmigt hat, die Entschleunigung tut ihm gut. Statt hektischen Breakcore-Gewittern, 40 Rhyhtmuswechseln pro Minute und Subbass-Manie gibt es hier filigrane Ambientskizzen, die Art von Laptop-Folk, auf die Four Tet nach Rounds keine Lust mehr hatte und IDM der verträglicheren Art. Nicht schlecht, vor allem sonntags.
 

Actress - R.I.PFind it at hhv.de: CD | 2LP Oh mein Gott, ein neues Actress Album. Als erklärter Darren Cunningham-Stan bin ich nervös. Unbegründet natürlich, denn was Actress auf R.I.P programmiert, ist so konkurrenzlos, so clever zitierend und doch so vollkommen einzigartig, dass jede Art der Pre-Listening-Nervosität Makulatur ist. R.I.P ist eine visionäre Dystopie, monochrom und griesgrämig, ambitioniert und zickig und erst gen Ende bereit mit dem knochentrockenen 909 Banger The Lord’s Graffiti die angestaute Energie kurz zu entladen. Das klingt machmal so, als hätten sich Andy Stott und Marcellus Pittman zwei Monate eingeschlossen und musikalisch mit der Frage auseinandergesetzt, was passiert wäre, wenn Derrick May und Aphex Twin Mitglieder von Boards Of Canada gewesen wären. Oder halt nach Actress.
 

mi ami decade Ebenfalls brillant, wenngleich mit vier Tracks ganz schön geizig für ein Album: Mi Ami und ihr 100% Silk Debüt Decade. Bevor ich mich jetzt hier mit unproduktiver Paraphrasierei zu bereits dutzendfach gesammelten Erkenntnissen bezüglich Ital, 100% Silk, Artrocker-Gone-House, Vintage Drum Machines und Trax selbst langweile, an dieser Stelle nur ein “Bitte Kaufen”.
 

innergaze Mutual Dreaming EP Selbiges gilt für das zweite Album von Innergaze, dem No Wave-, EBM- und Proto House-beeinflussten Projekt des liebhabenswürdigsten Pärchens in DIY-House, Jason Letkiewicz und Aurora Halal. Auf Mutual Dreaming rattern Roland und Linn, es Moroder-ert die Synth und ich bekomme ein bißchen Pippi in die Augen bei der Vorstellung, dass die beiden, nachdem sie diese grandiosen Reminiszenzen programmiert haben, lecker Thai Food ordern, einen Argento Hitmovie einschmeißen und zu Gherkin Jerks B-Seiten kopulieren.
 

dean blunt inga copeland blackFind it at hhv.de: CD | 2LP Über den aktuellen Beziehungsstatus von Dean Blunt und Inga Copeland ist mir nichts näheres bekannt, fest steht jedoch, dass die beiden für Hyperdub nun ein Album unter ihrem bürgerlichen (?) Namen aufgenommen haben. Ob der Hype Williams-Moniker hiermit beerdigt ist, weiß ich ebenfalls nicht, es ist jedoch schon erstaunlich, dass Black Is Beautiful nun genau das Hype Williams-Album ist, das zumindest ich mir immer gewünscht habe. Natürlich ist das immer noch Lo-Fi-Weirdo-Pop vor dem Herren und ein einziges popkulturelles Sample-Pottpourri, in dem die einzelnen Elemente in dubbigem Rauschen untergehen, aber vor allem in Sachen Percussion und Trackstruktur tut es diesen beiden Know-It-Alls sehr gut, nicht mehr so kategorisch und prätentiös unkonventionell sein zu wollen. So finden sich hier ausformulierte Musicbox-Tributes, vernebelter Shaolin-Pop, kubistischer Slo-Mo-House, ein überzeichneter Juke-Track, den Machinedrum nicht besser hinbekommen hätte und esoterische Interludes. Klingt ein bißchen so, als hätten sich Teengirl Fantasy Max D als Executive Producer für ihr zweites Album gesichert, was in meiner Welt ein großes Kompliment ist.
 

chromatics kill for love Kommen wir zu den Erfindern der Drive-Ästhetik, den Italians-Do-It-Better-Zugpferden, den Meistern des unterkühlten Disco-Not-Disco-Popsongs, den wunderbaren Chromatics (screw you, Okraj!). Die haben sich laaaange Zeit gelassen für ihren Nachfolger für das vor fünf Jahren euphorisch aufgenommene Night Drive und leiden nun etwas am Burial-Syndrom: während der Platzhirsch Pause macht, versuchen die Epigonen rasch den Kuchen unter sich aufzuteilen, ein Umstand an dem das Mutterlabel der Band aus Portland nicht ganz unschuldig ist. Ähnlich wie Burial schaffen es aber auch die Chromatics auf Kill For Love unverzichtbar zu bleiben, ohne zu stark mit ihren Gewohnheiten – äh – Stärken, zu brechen.
 

Fort Romeau Kingdoms LPFind it at hhv.de: LP Ich stelle gerade fest, dass der April ein guter Monat ist. Auch für Fort Romeau, der – und das sollte man gar nicht laut sagen – sich gewöhnlich seine Brötchen als Keyboarder der rothaarigen Tinnitus-Trulla La Roux verdient, kann ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Sein Debütalbum für Amanda Browns immer noch omnipräsentes 100% Silk ist gut gemachter House, wie für Silk üblich, mit zahlreichen Verweisen auf die goldene Ära, aber auch mit einem Fuß im aktuellen britischen Dubstep-Gone-House-Happening. Und weil Kingdoms auch noch so ein schönes Artwork hat, solltet ihr jenen Kaufefehl nicht belächeln, sondern ihm Folge leisten.
 

Simoncino amnesiaFind it at hhv.de: 2LP Verweise reichen Simoncino nicht, er macht den Aphroe und verneigt sich so plakativ vor Mr. Fingers epochalem Werk Amnesia, dass er sich nicht nur Songtitel und Cover zu eigen macht, sondern den Meister selbst abschließend noch zum remixen einlädt. Wäre ich nicht selbst so unfassbar verliebt in Amnesia, ich würde dem jungen Italiener für Dreams Of Amnesia Plagiarismus und mangelnde künstlerische Identität vorwerfen, aber im Grunde hat Larry Heard ein solches Album einmal pro Woche verdient. Und wer mit Mitte 20 bereits analogen Kram im Wert eines Sportwagens bei sich stehen hat, verdient derart böse Worte sowieso nicht.
 

Dream 2 Science – Dream 2 ScienceFind it at hhv.de: LP Irgendwie ist der jetzige nicht nur ein guter, sondern auch ein Larry Heard-lastiger Monat, wobei das eine eventuell auch das andere bedingt. Rush Hour jedenfalls macht keine Anstalten seine Archivierungsdienste einzustellen und veröffentlicht mit Dream 2 Sciences gleichnamiger EP aus dem Jahre 1990 eine vergessene Deep House Perle, die klingt als hätte Großmeister Heard mit ihr die Phase zwischen Amnesia und Introduction überbrückt. Liebevolle, sehr musikalische Jack Trax, die innerhalb weniger Takte diese ganzen klebrigen Rhodes-Schmonzetten, mit denen man in den letzten Jahren so exzessiv belästigt wurde, obsolet machen.
 

Krazy Baldhead's The Noise In The Sky LPFind it at hhv.de: LP+CD Ganz anders Krazy Baldhead, der mit The Noise In The Sky versucht der anhaltenden Ed Banger-Identitätskrise Einhalt zu gebieten, darin aber nur mäßig erfolgreich ist. Dass dort mittlerweile nicht mehr nur der Hammer kreist, ist zwar bekannt, dennoch wirken diese irgendwo im Niemandsland vor sich hin pluckernden Synth-Grooves seltsam verloren und unschlüssig.
 

Addison Groove Transistor Rhythm LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Auch nicht ganz glücklich macht mich Addison Grooves Transistor Rhythm, was vielleicht auch daran liegt, dass dessen Produktionsansatz nur sehr bedingt albumkompatibel ist und 13 Tracks am Stück schlicht zu viel sind. Ein bißchen Juke hier, zaghafte Electro-Annäherungen da, meist britisch gebrochen – das hätte man auch mit zwei 12"s lösen können, aber die Modeselektoren scheinen Fan des für Tanzmusik bekanntermaßen schwierigsten Formats zu sein.
 

Rusko's Song LPFind it at hhv.de: CD | 2LP Zu Rusko und Songs sage ich nichts. Echt nicht.
 

mdnaFind it at hhv.de: 2LP Zu Madonna und MDNA auch nicht.
 

minaj pink friday romanFind it at hhv.de: CD Über Nicki Minaj und ihren Pink Friday Revisit kann man hingegen sprechen. Natürlich ist das eine weitgehend ekelerregende Veranstaltung, in der die selbsternannte Barbie furios an Stadionpop und Castingshowpornographie scheitert, aber dass Frollein Minaj durchaus den ein oder anderen feurigen 16er aus ihrem Ersatzteillager pressen kann, ist spätestens seit Monster klar. Beez In The Trap ist außerdem jetzt schon einer der Beats des Jahres und Drake, Nas, Cam’Ron, Rick Ross, Young Jeezy und Lil Wayne auf einem Album zu versammeln, ist auch 2012 keine schlechte Idee. Bevor ich aber nochmal etwas vergleichbar Grausames höre wie Whip It, Automatic oder Beautiful Sinner, lese ich Jorge Gonzalez’ Diplomarbeit.
 

hazlewood lightFind it at hhv.de: 2LP Als Rausschmeißer noch etwas aus dem Archiv. Light In The Attic nehmen sich raren und unveröffentlichten Aufnahmen Lee Hazlewoods an. Auch wenn The LHI Years keinen Geniestreich wie Some Velvet Morning beinhaltet: allein für seinen unvergleichlich sleazigen 70s-Machismo muss man Hazlewood einfach gern haben. Es ist genau dieses in Anchorman so hervorragend parodierte, mit dem obligatorischen Schnörres unterstrichene Alphamännchentum, das Hazlewood auch auf diesen weniger bekannten Aufnahmen so unpeinlich verkörpert wie seither kaum mehr jemand. Was Hazlewood selbst jedoch dazu sagen würde, dass ausgerechnet die Generation Zeitartikel ihn so euphorisch adoptiert hat, will ich lieber nicht wissen.
 

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Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Blood Orange – Negro Swan
Das neue Blood Orange-Album ist ne handvoll. Zwei unserer Kolumnisten sagen: too much. Der dritte sagt: Ja. Ja, es ist too much, aber genau das soll es auch sein: zu viel und nicht etwa gemaßregelt.
Music Liste
Dorian Concept
Picks 10 latest Vinyl Records
Dorian Concept gehört zu den spannendsten Musikern, die sich außerhalb jeglicher Genres bewegen, die eine eigene Idee bis zum Ende verfolgen. Sein neues Album »The Nature Of Imitation« wird in diesen Tagen bei Brainfeeder veröffentlicht.
Music Kolumne
Records Revisited
J Dilla – The Shining (2006)
»The Shining« war das erste posthum veröffentlichte Album von J Dilla. Man kriegt Soul, Funk, rohen Rap, auch das vertrackte Zeug. Kurz: Man bekommt die unendlichen Ausdrucksformen, die J Dilla beherrschte. Es ist ein wahrer Klassiker.
Music Liste
Roosevelt
Picks 10 latest Vinyl Records
Roosevelt könnte der internationale Popstar werden, den Deutschland nie hatte. Im September kommt jedenfalls sein neues Album »Young Romance«. Heuer hat sich der Kölner 10 Schallplatten aus unserem Shop gepickz, die ihn derzeit gefallen.
Music Kolumne
Records Revisited
John Beltran – Ten Days Of Blue (1996)
Während andere seiner Generation das große Unbekannte und die Zukunft anvisierten, war Beltran müde. Und blieb, wo er war. Das mag reaktionär scheinen, und doch brachte es Neues hervor – eine Zukunft, ganz für sich alleine.
Music Liste
Steve Hauschildt
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Steve Hauschildt gebeten, durch unseren Webshop zu stöbern und sich 10 Schallplatten auszusuchen, die ihn derzeit am besten gefallen. Darunter heimliche Klassiker der elektronischen Musik und Highlights auch aus diesem Jahr.
Music Kolumne
Aigners Inventur
August 2018
Als wäre der Sommer nicht schon heiß genug, kommt auch noch Aigners Inventur. Unser Kolumnist wird direkt aus dem Urlaub abgeholt und im Opiumzelt in Manila abgesetzt. Ihr lest hier, was er VOR dem Fieber schrieb: fast nur Empfehlungen!
Music Liste
Alexander Tucker
Picks 10 latest Vinyl Records
Wir haben Alexander Tucker gebeten durch unseren Webshop zu stöbern und uns 10 Schallplatten zu nennen, die ihn derzeit inspirieren. Darunter mit Grouper, Chris Carter oder Henry Flynt durchweg Musiker, die kompromisslos ihren Weg gehen.
Music Porträt
Malka Tuti
Wohzimmer-Platten mit strangen Namen
Wo auf Industrial eine hebräische Nummer folgen kann: das Label Malka Tuti hat sich etabliert. Hier finden Kenner Musik, die wierd genug ist für die Off Locations und gut genug fürs Wohnzimmer.
Music Interview
Helena Hauff
Bock auf Bunker
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.
Music Interview
Lena Willikens
Amsterdam State of Mind
Die Auflegerei ist in den vergangenen Jahren intellektualisiert worden, der DJ wird als Kurator wahrgenommen. Lena Willikens gehört zu den Protagonistinnen dieser Entwicklung. Die ihr selbst nicht nur angenehm ist.
Music Liste
L'Orange of Marlowe
Picks 10 latest Vinyl Records
L’Orange hat zusammen mit Solemn Brigham ein neues Projekt. Es heißt Marlowe. Ihr gemeinsames Debüt ist bei Mello Music Group erschienen. Aus diesem Anlass hat er 10 Schallplatten, die ihn derzeit besonders fesseln, gepickt.
Music Liste
Nicola Cruz
Picks 10 latest Vinyl Records
Nicola Cruz ist Franzose. Seine Eltern sind aus Ecuador. Seine Musik pendelt dazwischen und weit darüber hinaus. Seine Einflüsse kannst du ein Stück weit anhand seiner 10 Schallplatten nachvollziehen.
Music Interview
Deutsch Amerikanische Freundschaft
Eine Neutralität, die immer brennt
D.A.F waren revolutionär, weil sie eine Maxime hatten: nichts machen, was es schon mal gab. D.A.F sind immer noch aktuell, weil ihre Texte provozieren, ohne eine Meinung zu diktieren.
Music Liste
Ross From Friends
10 Favorites
Nenn es nicht einfach Lo Fi-House! Ross From Friends hat zwar auch einen dieser…Witz-Namen. Seine Musik ist allerdings kein Gimmick, nicht umsonst ist er auf FlyLos Brainfeeder gelandet! Der Mann hat Einflüsse von jenseits der 120 BpM.
Music Liste
X.Y.R.
Picks 10 latest Vinyl Records
Aufgewachsen in einer Provinzstadt im Nordwesten Russlands, atmet die Musik von X.Y.R. die russische Seele. Seine Auswahl an 10 Schallplatten zeigt hingegen, dass sein musikalischer Geschmack nicht an den Grenzen seiner Heimat Halt macht.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Debut (1993)
Björks »Debut« zog vor allem einen Schlussstrich. Dazu ist der Titel des Album eine dreiste Lüge. Eine größere Wahrheit hätte Björk damit allerdings ebensowenig aussprechen können.
Music Kolumne
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Liste
WEN
Picks 10 latest Vinyl Records
Soeben ist auf Big Dada »Ephem:era«, das zweite Album des als »Wunderkind des Post-Grime« hofierten Producers WEN erschienen. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begeistern.
Music Kolumne
Records Revisited
Dynamite Deluxe – Deluxe Soundsystem (2000)
Deutsch-Rap in seiner ersten Blüte, das Ende der Neunziger, der Anfang eines neuen Jahrtausends. Kein Album wurde mehr erwartet als das vorliegende. Und »Deluxe Soundsystem« schlug dann auch ein wie eine Bombe.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Porträt
Spasibo Records
From Russia With Funk
Eines Tages würden sie gerne mit Daptone und Jazzman in einem Atemzug genannt werden: Das St. Petersburger Label Spasibo verlegt die Grooves der Landsmänner neu. Tips dazu gab es auch von Jan Weissenfeldt.
Music Liste
Mo Kolours
Picks 10 latest Vinyl Records
»Inner Symbols« heißt das in diesen Tage erscheinende, dritte Album von Mo Kolours. Der Musiker hat für uns nun 10 Schallplatten ausgesucht, die ihn in diesen Tagen besonders begleiten. Darunter Jazz, Hip-Hop, Freunde, Bekannte, Kollegen.
Music Porträt
Macadam Mambo
Lyon zurück auf der Karte
In den letzten Jahren sind Exotika-Labels aus dem Boden geschossen wie Gemüse in Urban Gardening-Flächen. Seit 2012 ist das Lyoner Label Macadam Mambo nicht nur eines der interessantesten unter allen, sondern auch eines der bestgemachten.
Music Liste
Guts
Picks 10 latest Vinyl Records
Guts ist eine Institution im französischen, ach, im europäischen Rap. Mindestens. Soeben wurde seine Platte »Paradise For All« wieder aufgelegt. Die Gelegenheit ihn darum zu bitten, 10 Schallplatten zu picken, die ihn aktuell mitreißen.
Music Liste
16 Records from Russia
Selected by Michail Stangl
FIFA WM startet in Russland, das Passwort für ВКонтакте vergessen: es wären beinahe triste Wochen geworden. Aber nur beinahe. Hilfe kommt aus dem Boiler Room. Und plötzlich hat alles doch noch einen Sinn.
Music Liste
Legowelt
12 Essentials
Danny Wolfers aka Legowelt zu begreifen – schier unmöglich. Eine Liste mit 12 seiner essentiellen Stücken zu erstellen – ebenfalls, unzählige Releases unter unzähligen Pseudonymen. Wir mussten es dennoch mal versuchen.