
Future Times presents
Vibe Volume 2
Future Times • 2011 • ab 19.99€
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Hinter mokkabraun getönten Fenstern sitzt der Boss im fetten Beamer, cruist durch die Streets und vercheckt gestrecktes Pep an Ghetto Dealer. Und da der Kofferraum gleich sechshundertsiebzig Hektoliter umfasst, bleibt Platz für jede Menge Hoes, Fitnessgeräte und Coka-Packets, die der multitaskfähige Pimp natürlich gleichzeitig bedienen kann. Was soll er denn auch machen, er ist nun mal der Beste und revolutioniert und definiert Battlerap mal wieder neu und hievt es auf eine neue Stufe. Nicht mehr, nicht weniger. Fertig aus, Micky Mouse, Nikolaus. Mit angespannten Sixpack ziert er die Men†˜s Health Titelseite, Kritik beantwortet er mit intensiven Pimpslaps (oder ballert gleich täglich rum wie Alkoholiker) und zwinkert nebenbei deiner Mutter zu, lädt sie in den Hummer zu Doktorspielen ein wie ein gewisser Guttenberg. Er kann nicht anders, schließlich war ihr Minirock knapper als Trinkwasser in Kinshasa.An alle Realkeeper, die sich am bombastischen Beat stören und dem deutsch-kanadischen Cobrakopf fehlenden Flow konstatieren: Beim Battlerap geht es keinesfalls nur um Flows, sondern vielmehr um die drückendsten Punchlines. Diese reiht Kollegah auf Bossaura auf insgesamt 112 Bars Reihe an Reihe, überragt mit intelligenten Wortspielen/-bildern zuhauf und bedient zugleich einen stringenten Storytelling-Aufbau. Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau, mit minimalem Aufwand, wie Disney-Zeichner.
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Rustie
Ultra Thizz
Warp • 2011 • ab 7.99€
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Evidence of Dilated Peoples
Cats & Dogs
Rhymesayers • 2011 • ab 23.99€
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Wer sich hinter dem Pseudonym Raw Interpreter versteckt, war bei Redaktionsschluss noch nicht zu klären, aber klangästhetisch würde dessen EP Vintage Power wunderbar in das Livejam/Restoration-Umfeld passen. An den für diese Labels charakteristischen, ungehobelten Retro-House-Sounds mit wüst scheppernden, live getriggerten Drums und bösen Acid-Lines arbeitet sich der Debütant auf der A-Seite sehr gekonnt ab. Die wirkliche Sensation ist aber dann eindeutig die B-Seite, die wesentlich weniger toolig daherkommt, dafür aber mit äußerst slickem Sample-Einsatz kokettiert. Dub Surrender rekontextualisert dort einen Boogie-Track, indem er dessen monströse Bassline auf klassische House-Drumpatterns treffen lässt und mit dem lasziven Vocalsample zu spontanen Dry-Humping-Sessions einlädt. Oder, um es mit dem Mann zu sagen, über den sich die meisten vermutlich schon drei Absätze zuvor echauffiert haben: boah, das ballert, Alter!
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Dass R&B gerade wieder schwer en vogue (no pun intended) ist, dürfte euch in zwei, drei Wochen sogar das Zeit-Magazin nahe legen. Umso schöner, dass Jay Simon es nicht nötig hat, sich auf aktuelle Hipster-Kinkerlitzchen einzulassen. Stattdessen debütiert der Jungspund aus Washington, D.C. auf Kyle »The Funky Zahnspange« Halls Wild Oats Label mit einem simplen Edit des Schmonzetten-Klassikers You Used To Hold Me, der nicht den üblichen Fehler begeht und sich für seine Vokals schämt. Stattdessen stellt Simon Faith Evans‘ Lamento ins Zentrum eines schön torkelnden Midtempo-Grooves, der es unmöglich macht zu entscheiden, ob man denn nun gerade einen Uptempo Hip Hop Beat oder Slow Jam House feiert.
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Hud Mo
Pleasure EP
Pleasure Principle • 2011 • ab 13.99€
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Octo Octa
Let Me See You
100% Silk • 2011 • ab 16.99€
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Natürlich könnten wir an dieser Stelle zum x-ten Mal den gleichen Liebesbrief an Terius Nash schreiben, ihn für seine Gabe loben mit den simpelsten lyrischen Mitteln mehr Emotionen zu transportieren als Conor Oberst und Daniel Johnston zusammen, erneut 200 geglückte Prince-Referenzen in sechs Minuten nachweisen oder hervorheben, dass Wake Me When It’s Over genau das ist, was 808s & Heartbreaks sein wollte. Oder wir machen’s kurz und sagen: Wir können (immer noch) nicht ohne ihn.
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Juk Juk
Winter Turn Spring
Text • 2011 • ab 9.99€