Wie ein Schwebezustand zwischen Wachsein und Versinken entfaltet sich die Musik von Trickpony. Bereits der Titel 24/7 Heaven beschreibt, was dieses Album trägt: ein dauerhaftes Verweilen in lichtdurchfluteten Klangräumen, die keine Distanz aufbauen, sondern ihre Hörerschaft umschließen und halten. Die Musik wirkt, als würde sie von feinen Nebelschwaden getragen werden. Trotz der Schwerelosigkeit behalten die Tracks eine klare innere Ausrichtung. Nichts drängt nach vorne, und doch entsteht ein spürbarer Sog, der die einzelnen Stücke miteinander verbindet.
Das Album entfaltet seine Wirkung weniger durch Zuspitzung als durch ein ruhiges, beständiges Fließen. Der Himmel, den Trickpony hier entwerfen, ist kein Ort, sondern ein Zustand konzentrierter Ruhe. Sanft akzentuierte Drums setzen Kanten, die dem schwebenden Klangbild Form verleihen, ohne es zu beschweren. Besonders in den drum-and-bass-nahen Momenten zeigt sich, wie das Album Spannung erzeugt: Kleine rhythmische Verschiebungen und leicht angeraute Texturen brechen die Glätte auf und geben dem warmen Grundton Kontur.
Synthflächen gleiten ineinander und öffnen Räume, während sich die Basslinien bewusst zurücknehmen. Sie tragen, statt zu dominieren, wirken wie Strömungen unter der Oberfläche und erzeugen Bewegung innerhalb eines insgesamt ruhigen, in sich geschlossenen Klangbildes.

24/7 Heaven