Music Porträt | verfasst 20.05.2019
Jeff Mills & Axis Records
Tiefere Botschaften
Vor fast 30 Jahren gründete Jeff Mills das Label Axis Records, dessen Entwicklung einer verschlungenen Dialektik folgt: Der Mensch und das All. Er gelangte dabei zu seiner eigenen metaphysischen Erzählung unseres kosmischen Schicksals.
Text Nils Schlechtriemen
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Als das Space Race zwischen den USA und der Sowjetunion während der 1960er Jahre seine Hochphase erreichte, waren die Ideen der bemannten Raumfahrt und der Kommerzialisierung des Kosmos noch so fantastisch wie naiv. In der Googie-Architektur und der dekorativen Kunst wurde die beinahe kindliche Faszination fürs Futuristische damals ähnlich sichtbar, wie in der Cartoon-Serie »The Jetsons« oder Stanley Kubricks SciFi-Epos »2001«. Heute werden Pläne und Ziele für den Konzern-Relaunch des Space Age nüchterner, aber auch langfristiger formuliert. Nicht bloß, weil die bekannten Hürden auf dem Weg ins All größer sind als vermutet. Deutlich wird mit jeder Entdeckung und ihren neu aufgeworfenen Fragen auch, wie wenig wir über das wissen, was uns jenseits des Jupiters, geschweige denn des Kuipergürtels erwartet. Dieser Blick ins Ungewisse, der im gleichen Maße bannt und beunruhigt, aber auch das Ausreizen visionärer Konzepte inspiriert das Schaffen von Jeff Mills und damit das Programm seines Label Axis Records seit jeher. 1991 in Chicago gegründet, erscheint hier bis heute das Meiste seiner Produktionen, die immer auch an den Grenzen gegenwärtiger Genre-Definitionen zerren. War zu Beginn noch harter Industrial Techno mit einer in Track- und EP-Titeln kodierten Ideologie programmatisch für Axis, wendet sich Mills kaum ein Jahr nach der Gründung schon dem Weltraum zu. In Kooperation mit Mike Banks und Robert Hood von Underground Resistance entsteht unter dem Projektnamen X-102 das Album »Discovers The Rings Of Saturn«, das der legendäre Vinyl-Cutter Ron Murphy mit dem wahrscheinlich ersten Locked Groove der Techno-Geschichte versieht, um so die Ringe des Saturns zu visualisieren. »Uns war nicht bewusst, dass wir für den perfekten Locked Groove exakt 133,3 BPM benötigen«, rekapituliert Mills. »Es hat eine Weile gedauert, bis wir das entdeckten, doch dann waren wir beide begeistert. Wir wussten, das wird ein besonderer Release.«

»Irgendwann wurde mir klar: Wenn ich in der Musikindustrie erfolgreich sein will, muss ich quasi alles in Eigenregie durchziehen (Jeff Mills)

Kommen aufwendige Produktionen wie die beiden Volumes der »Waveform Transmission« oder Jeff Mills’ Interpretation des »Metropolis«-Soundtracks noch bei den Berlinern von Tresor raus, werden vor allem seine Singles und EPs damals wie heute fast ausschließlich über Axis, beziehungsweise die Tochterlabels Tomorrow und Purpose Maker vertrieben. Schon während seiner Zeit als anonymer Radiohost »The Wizard«, später aber auch als Gründungsmitglied bei Final Cut und Underground Resistance hatte Mills die Mühlen der Musikindustrie kennengelernt, wurde von Major-Labels über den Tisch gezogen und musste sein Material teilweise entäußern, um aus zwielichtigen Verträgen aussteigen zu können. »Irgendwann wurde mir klar: Wenn ich in der Musikindustrie erfolgreich sein will, muss ich quasi alles in Eigenregie durchziehen«, erinnert sich der mittlerweile 55-jährige Produzent. Axis Records wurde schnell zu einer Instanz – nicht in Detroit, sondern in den zeitgleich entstandenen europäischen Technozentren von Belgien über Deutschland bis Österreich, wo zu hypnotisch hämmernden Tracks wie »The Bells« oder »Berlin« in den Städten und der Pampa gleichermaßen Raves stattfanden. Von seinen ersten Residencies Anfang der 1980er Jahre in progressiven Clubs wie dem UBQ oder Cheeks am Detroiter Stadtrand war Mills über das sagenumwobene Limelight in New York bis zum Tresor nach Berlin gekommen, noch bevor er mit Axis seine Clubmusik in ein multimediales Kunstprojekt verwandeln sollte.


Die Musik von Jeff Mills findest du im Webshop von HHV Records


Ab 1995 thematisiert er mit der EP »Humana« (damals unter dem Alias Millsart) und der »Purpose Maker Compilation« von 1996, später auch mit seinem dritten Album »From The 21st« (1999) zunehmend die ganz großen Fragen: Was ist der Mensch? Woher kommen wir? Wohin bewegen wir uns im All? Ist Zeit biologisch?

Vor Mills gab es niemanden, der diese Themen mit einer teilweise arg politisierten Techno-Szene Detroits und ihrer Fabrikhallenmusik auch nur in Verbindung brachte, geschweige denn sie konzeptionell zu integrieren suchte. Doch für den Wizard, der lange vor dem Sync-Button mit vier Turntables, Roland-909 und Mixer gleichzeitig auf der Bühne hantierte, ist die Atmosphäre einer Clubnacht am ehesten mit der endlosen Schwerelosigkeit des Weltraums vergleichbar. Die von Lichtblitzen erschrockene Dunkelheit, das Gefühl der totalen Immersion aber auch die überwältigenden Soundsysteme, fähig den menschlichen Körper zu durchdringen wie kosmische Strahlung – der verwahrloste Technoschuppen gerät auf den Axis-Releases der 1990er Jahre allmählich zum sinnlichen Destillat eines Space Shuttles samt Insassen. »Andere Welten und außergewöhnliche Erlebnisse zu vertonen, kann nur von Vorteil sein«, stellt Mills hinsichtlich einer mentalen Vorbereitung der bemannten Raumfahrt im 21. Jahrhundert fest. »Ob nun auf der Erde oder einem anderen Planeten: Ich habe große Hoffnungen für künftige Generationen und denke, dass mit der Zeit immer mehr Menschen diese Hoffnungen teilen werden. Auch weil wir nun schon Jahrzehnte im Space Age leben, seit die erste Saturn-V-Trägerrakete in den Orbit geschossen wurde.«

»Etwas, das unsere Sonne und damit unsere Erde findet, könnte diesen Ort als eine galaktische Oase erachten.« (Jeff Mills)

Nicht immer ist dieser Optimismus auf seinen Alben und EPs hörbar. Nach der Jahrtausendwende erscheinen sie in kürzeren Abständen, oft mehrere im Verlauf weniger Monate. Gleichzeitig klingen »At First Sight« (2002) oder »Time Machine« (2003) wesentlich dunkler und bedrohlicher als alles, was Mills bis dahin veröffentlicht hat. Im Zentrum steht ab 2005 die »Sleeper Wakes«-Serie, die in mehreren Kapiteln Konzepte wie Deep Space Travel, Begegnungen der vierten Art, die Panspermie-Hypothese oder den Großen Filter behandelt und damit anschaulich eine Astronomie an den Rändern des derzeit Erfahrbaren vertont. Kaum verwunderlich, dass hier dem Irrealen und Entrückenden besonders viel Raum zukommt. »Träume und Albträume spielen in der Tat eine Rolle«, bekräftigt Mills. »So sehr, dass ich über ihren Sinn nachdachte und daraus den Science-Fiction-Plot für ›Sleeper Wakes‹ entwarf. Kurz zusammengefasst, geht es in der Geschichte um eine außerirdische Lebensform, die uns Menschen nur entwickelt hat, um unsere Träume zu anderen Spezies im Kosmos zu senden, die selber nicht so lebendig und greifbar träumen können wie wir. Gravitation wurde erfunden, um uns hier auf der Erde zu halten. Doch als wir die Raketen-Technologie entdeckten und den Planeten verlassen wollten, entschieden die Aliens unsere Spezies auszulöschen und die Biosphäre zu erneuern. Übrig blieb nur eine einzige Person, ›The Messenger›. Diese komplette Story habe ich geträumt, genau wie die Ideen des ersten X-102-Albums oder der ›Something In The Sky‹-Reihe und anderer Releases über die Jahre.«


Die »Director’s Cut«-Reihe von Jeff Mills findest du im Webshop von HHV Records.


Bis 2014 erscheinen neun Teile von »Sleeper Wakes«. Darunter der ominöse Aufbruchssoundtrack »One Man Spaceship« (2006), der sich mit den psychologischen Strapazen der Isolation im Weltraum befasst, und die apokalyptische Vision »Free Fall Galaxy« (2009), in der eine unbekannte Entität ähnlich einem denkenden schwarzen Loch Raum und Zeit selbst verschlingt. Neben Mills’ Traumleben inspirierten ebenso reale Events aus der SETI-Forschung die Konzeption dieser Alben. So etwa die Arecibo Message von 1974, der Cosmic Call von 1999 oder die Wow!-Antwort aus dem Jahr 2012, in der rund 10.000 Twitter-Nachrichten ins Sternbild Schütze gepulst wurden. Laut einiger Astronomen und SETI-Wissenschaftler eine verantwortungslose Vorgehensweise, durch die wir womöglich zu viel Aufmerksamkeit auf uns lenken könnten. »Ich glaube wir sollten sehr vorsichtig mit diesen Signalen sein. Keines sollte die Erde verlassen, ohne vorher von einer leitenden Autorität eingehend überprüft zu werden. Die Tatsache, dass wir auf einem sehr fruchtbaren Planeten mit vielen Ressourcen leben, muss in diesem Kontext eine echte Sorge sein. Es ist naheliegend, dass eine außerirdische Lebensform auf ihrem Weg durch den Kosmos nomadisch lebt und ständig bestimmte Ressourcen wieder auffüllen muss. Wir wissen zwar mittlerweile, dass Wasser im Sonnensystem nicht gerade rar gesät ist, aber können wir das auch von unserer Galaxie oder dem Universum insgesamt behaupten? Etwas, das unsere Sonne und damit unsere Erde findet, könnte diesen Ort als eine galaktische Oase erachten.«

»Musik und Konzepte mit bedeutend tieferen Botschaften anbieten: Axis ist das Fluidum all dessen.« (Jeff Mills)

Hatte Mills schon 2005 in Kooperation mit dem Montpellier Philharmonic Orchestra cineastische Qualitäten in seine Vorstellung von Techno integriert und auf den CD/DVD-Release »Blue Potential« gebannt, ging er mit dem 2017 veröffentlichten Box-Set »Planets« noch einen Schritt weiter. Der gleichnamigen Orchestersuite von Gustav Holst aus den Jahren 1914 bis 1916 nachempfunden, sind die neun Tracks des Albums zusammen mit dem Orquestro Sinfónica do Porto Casa da Música sowie dem französischen Komponisten Sylvain Griotto entstanden und nach den Planeten unseres Sonnensystems benannt (damals noch inklusive Pluto). Zu gleichen Teilen zeitgenössische Klassik und Techno, orchestrale Klangfülle und elektronische Akzentuierung, ist »Planets« klar im experimentellen Spektrum von Axis zu verorten und gibt gleichzeitig die Richtung vor, in die Mills mit seinem Label gehen will. Ein sorgsam entworfener konzeptioneller Rahmen, die entsprechende musikalische Ausführung, ebenso wie die akustische und optische Einheit einer Veröffentlichung sind Aspekte, denen der Produzent heute mehr Aufmerksamkeit denn je schenkt. Besonders eindrücklich wurde das auch in der sechsteiligen Radio-Serie »The Outer Limits«, die Mills von 2018 bis 2019 über ein Jahr hinweg beim Londoner Online-Sender NTS kuratierte. Die Natur schwarzer Löcher, surreale Kunst, Apollo 18, das Genie Da Vincis oder die anthropologische Bedeutung der Sonne: Wieder sind es gleichermaßen ideenreiche wie ausufernde Diskurse, denen Mills im eigentlichen Sinne Gehör schenkt. »Das Programm für NTS war das Resultat einiger Gespräche mit dem Sender darüber, wie das Konzept von Radio neu gedacht werden kann. Ein Programm, das sich bewusst nur auf die Themen konzentriert, die kreatives Experimentieren und Nachdenken zulassen. Jede der 60-minütigen Episoden nahm so ungefähr drei bis vier Monate Recherche und Produktion in Anspruch – ein planungsintensives Unterfangen. Meiner Meinung nach ist ›The Outer Limits‹ ein Beispiel dafür, wie Radio wieder sein könnte. Es könnte einen Bildungsauftrag wahrnehmen, wissbegieriger und aufregender gestaltet werden, statt vorhersehbar wie eine Jukebox Songs abzuspielen.«


Die Musik von Jeff Mills findest du im Webshop von HHV Records


Grenzen ausreizen, Unbekanntes erkunden, fortschreiten – das, was NASA-Piloten »pushing the envelope« nennen, bleibt für Mills auch nach bald 40 Jahren kreatives Mantra einer andauernden Laufbahn vom Amateur-DJ über den Radiohost und Labelgründer bis zum international anerkannten Genre-Pionier. Seine kreativen Kapriolen durchschlagen nicht nur die Grenzen von Electro-, Industrial- und Techno-Musik, sie strecken sich auch in andere Kunstbereiche wie Fotografie, Video-Installation, Mode und Grafikdesign aus. Ein erster Rückblick über sein vielgestaltiges Schaffen erscheint 2012. »Sequence – A Retrospective Of Axis Records« dokumentiert dem Namen entsprechend in Bild, Text und Ton die Entstehung, Geschichte und konzeptionelle Ausrichtung des Labels. »Im Jahr 1992 fühlte es sich für mich so an, als habe die Welt genug Plattenfirmen, die Musik ohne wirklichen Sinn rausbrachten. Statt den anderen zu folgen, ließ ich die Trends der Ära hinter mir und hatte einen simplen, präzisen Plan: Ein Label gründen und gestalten, das sich auf Themen oder Theorien fokussiert, die jeden Menschen betreffen, nicht nur ein paar wenige. Ich musste mich mit den Bedürfnissen von Geist und Körper auseinandersetzen«, schreibt Mills im Vorwort. »Mir war zwar klar, dass Trends auch einen gewissen Reiz haben, ja vielleicht manchmal sogar sehr lohnenswert sein können. Letztlich würde ich durch sie aber mein Ziel verfehlen: Musik und Konzepte mit bedeutend tieferen Botschaften anbieten. Axis ist das Fluidum all dessen. Gewidmet der Projektion von Ideen, nicht deren zwanghafte zeitgerechte Umsetzung«.

»In dieser Branche ist es ein Privileg, nach mehr als 25 Jahren zurückblicken zu können und vergangene Arbeiten zu elaborieren oder zu erweitern. Nicht um originäre Ideen zu verändern, sondern um die Konversation der Konzepte fortzuführen.« (Jeff Mills)

Für diesen konsequenten Verzicht auf Hypes und vermeintlich moderne Formalien elektronischer Musik wird Mills bis in die Gegenwart auch und besonders von Produzenten weltweit geachtet. Das allzu oft verwendete Prädikat »A DJ’s DJ« trifft auf den Mann, der heute immer noch Tage vor jedem Gig neue Samples, 909-Patterns oder Loops entwirft, tatsächlich zu. Sein Pult gestaltete er in den frühen 2000ern gleich einer UFO-Armatur, bei der die Plattenteller, Drum-Machines und Synthesizer in den Boden eingelassen werden, um eine intuitivere Bedienung zu ermöglichen. Design ist bei Mills nie bloß Selbstzweck, sondern immer auch von Intention beseelt. Beim Auflegen defokussiert er das Publikum, bricht mental aus der Situation aus, um so ein jenseitiges, inneres Narrativ in seinen Sets musikalisch zu transportieren. Es sind neue und alte Tracks, die so immer wieder andere Seiten eines tief durchdachten Sounds offenbaren – und die 2019 auch in einer Vinyl 12“-Serie namens »The Director’s Cut« remastered, teilweise mit unveröffentlichtem Material bei Axis erscheinen. »In dieser Branche ist es ein Privileg, nach mehr als 25 Jahren zurückblicken zu können und vergangene Arbeiten zu elaborieren oder zu erweitern. Nicht um originäre Ideen zu verändern, sondern um die Konversation der Konzepte fortzuführen.«

Eine Unterhaltung, die kein Ende zu kennen scheint.


Die »Director’s Cut«-Reihe von Jeff Mills findest du im Webshop von HHV Records.

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Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.