Music Liste | verfasst 03.07.2019
Polnischer Jazz
Eine Einführung in 10 Schallplatten
Die polnische Jazzszene gilt als eine der wichtigsten und kreativsten in Europa. Sie changiert heute zwischen oberflächlichen Konventionen und versteckten Brüchen. Eine kleine Spurensuche.
Text Jens Pacholsky, Nils Schlechtriemen, Christoph Benkeser, Steffen Kolberg
Soj_polish_magazin_artikel_1024px_685px
Rubriken_sticker_detail_02

Tradition und Dekonstruktion
Im Polen der späten 1940er Jahre trat der stalinistischen Regierung im Zuge ihrer Umsturzparanoia Angstschweiß auf die Stirn, hörten sie die sinkopaken Takte des Jazz. Die Kulturministerien verbannten alles rhythmisch Subtile in die Illegalität des Untergrunds, der erst nach Stalins Tod, 1953, wieder ans Tageslicht durfte. Feliks Falks 1982 entstandener Film »Byl Jazz« folgt den Musikern der Lodzscher Jazz-Kultband Melomani durch diese Periode der Jazzverbannung. Der Schlüsselsatz des Films, »Vielleicht ist dieser Jazz für sie mehr, als nur Musik«, begreift die Regierungsangst in einfachen Worten.

Jazz galt den Obrigen in den autoritären, moralinsauren Staaten seit eh und je als suspekt. Und auch nach seiner Legalisierung nach Stalins Tod blieb Jazz ein Symbol, »die ansteckende Ausdünstung einer zerfallenden, bourgeoisen Kultur«, wie der polnische Maler Andrzej Wroblewski den Jazz einst beschrieb. Dennoch oder gerade deshalb entwickelte sich hinter dem eisernen Vorhang in Polen eine florierende, spannende und erfolgreiche Jazz-Szene. Die polnische Jazzszene der 1950er und 1960er unter Krzystof Komeda, Jan ›Ptaszyn‹ Wroblewski (beide ehemalige Mitglieder Melomanis) und Michał Urbaniak hinterließ auch international Spuren. Tomas Stanko gründete 1962 mit den Jazz Darings die erste, zumindest öffentlich bekannte Europäische Free-Jazz-Combo. Und Komeda hat gleich mehrere Soundtracks für Roman Polanski geschrieben, darunter »Rosemary Baby«.

Kreativität in Isolation
In der Isolation hinter dem Eisernen Vorhang konnte sich eine eigene, wenig reglementierte Stilvielfalt entwickeln. »Die Jazzszene hatte ihre eigenen frischen Ideen«, resümierte 2004 Igor Pudło im Goon Magazine. Gemeinsam mit Martin Cichy hatte er sich damals unter dem Projektnamen Skalpel aufgemacht, Ninja Tune mit modernem Jazz zu bereichern, der ausschließlich aus Samples der »Polish Jazz«-Series bestand. Die von dem Label Polskie Nagrania Muza veröffentlichte Serie war zwischen 1965 und 1989 eine feste Instanz für alle Jazzmusiker in Polen und darüber hinaus. Seit einigen Jahren erscheinen dort wieder sporadisch Jazzalben und ein Teil des lange Zeit vergriffenen Backkatalogs wurde jüngst wiederveröffentlicht.

Trotz einiger Radioverbindungen ins imperialistische Ausland, war die Jazzszene in Polen weitestgehend isoliert. Und griff deshalb auf die eigene Kulturgeschichte zurück. Neben polnischer Folklore und der Klaviermusik von Chopin waren das vor allem auch die Kompositionstechniken philharmonischer Konzertmusik. Mit Andrzej Trzaskowski und Andrzej Kurylewicz bildete sich während der 1960er der sogenannte 3rd Stream heraus, eine Vermischung des Modern Jazz mit zeitgenössischer philharmonischer Musik. Erst in den 1970er Jahren schwappt u.a. durch den in die USA emigrierten Saxofonisten und Violinisten Michel Urbaniak auch Fusion Jazz ins Land. Mit Laboratorium entstand in denselben Jahren ein buntes Kollektiv, das den Jazz in die psychedelischen Ecken bewegte, in denen sich Krautrock, elektronische Musik und Music Concrete verbanden.

Zwischen Aufbruchsstimmung und Traditionszwang
Schnitt in die Gegenwart. Polens Jazzszene war vermutlich nie so groß wie heute. Rund 34 Jazzfestivals finden regelmäßig statt. Das technische Level, auf dem selbst in den kleinsten Clubs gespielt wird, ist enorm. Piotr Turkiewicz, Leiter des Festivals Jazztopad, schwärmte 2017 im Magazin Allaboutjazz uneingeschränkt von der Stärke der polnischen Jazzszene: »Jede Stadt hat seine eigene Community an Musikern, die improvisieren, Avantgarde oder auch Mainstream spielen«. In den letzten Jahren gibt es eine wahre Flut an Veröffentlichungen. Auf dem Blog Polish Jazz besprechen drei Enthusiasten fast tägliche neue Alben polnischer Bands und Soloisten. Doch bleibt bei all dem Reichtum an Musikern und all der Weltklasse-Technik eins offensichtlich: Die Fußstapfen der Väter des polnischen Jazz sind riesig – und nur wenige Jazzbands wagen sich aus diesen tiefen Abdrücken heraus.

Trotz der Menge an Jazzmusikern (Frauen kommen in der polnischen Jazzszene so gut wie nicht vor) ist das Klangspektrum heute verhältnismäßig homogen. Es finden sich zwar speziell polnische Phänomene, wie die Interpretation Chopins oder die Integration von Violinen. Doch die musikalischen Strukturen haben sich seit den 1970er Jahren nur unwesentlich verändert. Anfang der 1990er Jahre gelang der jungen und aus dem Umfeld des Punk und der Performancekunst entstandenen Yass-Szene ein kurzzeitiger Ausbruch. Bands wie Miłość und Łoskot brachen nicht nur sprachlich mit den Altvorderen. Wie so viele Subkulturen übergab sich die Szene Anfang des neuen Jahrtausends jedoch dem Mainstream und versickerte.

Auch im Contemporary Free-Jazz und Experimentellen bleiben die Dynamiken heute vielerorts altbekannt. Reist man durch verschiedene, einschlägige Jazz-Alben in Folge, verwischen die Unterschiede. Eingängigkeit und Wiedererkennung dominieren. Ecken und Kanten finden sich eher abseits der einschlägigen Jazzinfrastruktur. So verwischen Zimpel / Ziołek und Innercity Ensemble auf dem Indie-Label Instant Classic die Grenzen von Folk, Jazz, Postrock und Minimal. Auf dem Experimental-Label Plaża Zachodnia rotieren Chrystie Panie zwischen Tribal, Jazz und Psychedelic. Während Solodrummer Hubert Zemler unter anderem auf Bôłt, einem Label für Contemporary Classical Music, eine spannungsgeladene, zurückhaltende Welt aus Effektgeräten, Drums und Xylophone kreiert.

Ob auf Spurensuche an den Anfängen oder am Puls der schier undurchdringbaren Gegenwart, Polen gehört noch immer zu den spannendsten europäischen Ländern für Jazz. Wer sich in das Dickicht begibt, muss jedoch tief ins Unterholz, um nicht-kartiertes Terrain zu entdecken.


Polnischen Jazz findest du im Webshop bei HHV Records


Komeda Quintet – Astigmatic (1966)Webshop ► Vinyl LP Komeda Quintet – Astigmatic (1966): Höchstens eine Handvoll Veröffentlichungen der europäischen Jazz-Historie können einen so tief ins kulturelle Gedächtnis getriebenen Ausnahmestatus für sich reklamieren wie »Astigmatic«. 1965 eingespielt, 1966 veröffentlicht, besteht das nachhaltig wohl einflussreichste Album Krzysztof Komedas aus drei Stücken und markiert für viele Genre-Afficionados die Geburtsstunde einer gänzlich eigenen kontinentalen Jazzsprache. Angeblich während einer chaotischen Nachtsession entstanden, setzt die Aleatorik von Tomasz Stanko (Trompete) und Zbigniew Namyslowski (Altsax) das Schlagzeugspiel Rune Carlssons in rund 47 Minuten immer wieder unter Strom, während Krzysztof Komeda seine ominösen Pianocluster virtuos aufbäumt und zerfasern lässt. Die strukturelle Poesie slawischer Folklore vermählt sich auf diesem Pionierstück des ECM-Stils mit der Kühle von modalem Jazz und der ungestümen Vitalität hochkonzentrierter Improvisation. Zeitlos. (Nils Schlechtriemen)  

Zbigniew Namyslowski Quartet – Zbigniew Namyslowski Quartet (1966)Webshop ► Vinyl LP Zbigniew Namyslowski Quartet – Zbigniew Namyslowski Quartet (1966): Der 1939 geborene Posaunist und Altsaxophonist Zbigniew Namyslowski trug in den späten 1960er Jahren den polnischen Jazz in die Welt. Aus dem berühmten Krzysztof Komeda Quintet kommend, gründete er 27-jährig sein eigenes Quartett und nahm für das verstaatlichte Plattenlabel Polskie Nagrania Muza ein Album auf, das seine Einflüsse aus amerikanischen Hard Bob-Platten à la Wayne Shorter ebenso zog wie aus polnischer Volksmusik, die Namyslowski bis heute in seine Kompositionen miteinbringt. Von unkonventionell und frei bis orthodox und harmonisch – ein Album, das über 53 Jahre nach seiner Veröffentlichung nichts an seinem ursprünglichen Elan verloren hat. (Christoph Benkeser)
 

Tomasz Stanko Quintet – Music For K (1970)Webshop ► Vinyl LP Tomasz Stańko Quintet – Music For K (1970): Tomasz Stańkos 1970 an der Warschauer Philharmonie aufgenommene »Music For K« steht für viele Kenner des Free Jazz auf einer Ebene mit Meisterwerken des Genres wie Albert Aylers »Spiritual Unity« und Cecil Taylors »Conquistador«. Das nach dem Unfalltod seines Mentors, Krzysztof Komeda, zusammen mit der polnischen Jazz-Koryphäe Zbigniew Seifert aufgenommene Album, lugte hinter dem Eisernen Vorhang hervor und ebnete damit den Weg der avantgardistischen Jazz-Szene in Europa. Entstanden ist ein Irrgarten der Improvisation, aus dem man zwischendurch mit herrlich einfachen Melodieabfolgen herauszufinden vermag. (Christoph Benkeser)
 

Michal Urbaniak Group – Live Recording (1971)Webshop ► Vinyl LP Michal Urbaniak Group – Live Recording (1971): Klassiker bleibt Klassiker. Und wie Michal Urbaniak hier die Violine zur sexy Rampensau befördert, durch die Saxophone schlendert und mit dem nach verzerrter Parliament-Gitarre klingenden Hohner Clavinet von Adam Makowicz ins Gespräch kommt, während Bass und Schlagzeug im Hintergrund NASCAR-Rennen spielen… Puh, das ist schon großes Kino. »Live Recording« ist schnell, chaotisch, visionär, groovy, voller Seele und rotzfrech. (Jens Pacholsky)
 

Laboratorium – Quasimodo (1979)Webshop ► Vinyl LP Laboratorium – Quasimodo (1979): Kaum zu glauben, was polnischer Jazz in den 1970er Jahren schon zu bieten hatte. Als Weather Report in den USA das Fusion-Erbe der »Bitches Brew«-Sessions fortzuführen gedachten, hatten Laboratorium in Polen zeitgleich ganz ähnliche Pläne. Elemente aus dem Canterbury Sound samt den für die damalige Zeit so typisch ätherischen Keyboards machten aus »Quasimodo« jedoch ein europäisches Fusion-Album von großer Eigenständigkeit. Neben dem epischen Titelstück gebären auch Nummern wie »Śniegowa Panienka« oder das abschließende »Ikona« aus dynamisch flirrenden Dialogen zwischen Bass, Fender Rhodes und Drums brillante Saxofon-Melodien und Arpeggien sehnsüchtiger Gitarren. Dynamik folgt auf zurückgelehnte Parts, Funk folgt auf Jazz, Space Rock auf Lounge und trotzdem klingt das alles wie aus einem Groove-gesättigten Guss. (Nils Schlechtriemen)
 

Spisek Szesciu – Complot Of SeaWebshop ► Vinyl LP Spisek Szesciu – Complot Of Sea (1975): Was hätte das werden können, wenn Darth Vader, Hal9000 und Pinocchio auch nur einen Hauch Jazz in den Schaltkreisen und Holzfasern gehabt hätten… Fuzz Bass auf den Todesstern, röhrendes Sax zum Jupiter und ein freches Fender-Piano zu Händen Geppettos bitte. Allein der Opener klingt wie eine Bomberstaffel straight from the dark side. Leider verliert das einzige Album des Sextetts Spisek Szesciu in der Mitte ein wenig Momentum, kriegt aber zwischenzeitlich mit so einem verruchten Blaxploitation-Sound immer wieder die Kurve. (Jens Pacholsky)
 

Skalpel – Skalpel (2003)Webshop ► Vinyl 2LP Skalpel – Skalpel (2003): Den Geist des polnischen Jazz der 1960er und 1970er ins 21. Jahrhundert retten – mit keiner geringeren Mission gehen Skalpel aus Wrocław um die Jahrtausendwende ans Werk. Gleich die 2000er Demo-EP »Polish Jazz« macht das Duo, bestehend aus Marcin Cichy und Igor Pudło, im eigenen Land bekannt und beschert ihnen einen Plattenvertrag bei Ninja Tune. Vier Jahre später steht das selbstbetitelte Debütalbum in den Plattenläden. Die kratzigen Jazzsamples der vergangenen Ära werden durch frisches Beat-Beiwerk aufpoliert, Avantgarde mit Lässigkeit vermählt. Klar, dass »Skalpel« zum Klassiker im Ninja-Tune-Katalog avanciert. (Steffen Kolberg)
 

Innercity Ensemble – III Innercity Ensemble – III (2016): Wir brauchen mehr Noise- und Indierock im Jazz. Seriously! Aufgenommen während eines drei Tage andauernden Impro-Meetings rudern die sieben Musiker aus teils ziemlich unjazzigen Hintergründen auf ihrem dritten Album so herrlich weit raus. Eigentlich erinnert nur noch die Instrumentierung vage an Jazz. Irgendwie mehr Postrock, etwas Montréal, ein wenig Chicago, tribale Percussions, im Kern genau genommen Krautrock. Willkommen am Event Horizon des polnischen Jazz (Reingelegt Du bist schon einen Schritt drüber). (Jens Pacholsky)
 

EABS – Repetions (Letters Ot Krzysztof  Komeda)Webshop ► Vinyl LP EABS – Repetions (Letters Ot Krzysztof Komeda) (2017): Gut, an Komeda kommt kein Jazzmusiker in Polen vorbei, der was auf sich hält (übrigens auch die Jazzmusikerinnen nicht, wenn es sie denn bis auf die sehr wenigen Ausnahmen geben würde). Wie dem auch sei, Komeda ist der Geist, der über allen schwebt. Das junge Kollektiv EABS schnappt sich das Gespenst mit allem Respekt und dreht es zwischen Hommage und Neuverordnung, Dekonstruktion und Kitsch, zwischen Soundtrack und Free Jazz, Fusion, Funk und Rap. Das Live-Album dreht noch etwas mehr auf. (Jens Pacholsky)
 

Jan Ptaszyn Wróblewski – Moja Slodka Europejska Ojczyzna (2013)Webshop ► Vinyl LP Jan Ptaszyn Wróblewski – Moja Słodka Europejska Ojczyzna (2018): Jan Wroblewski spielte bereits in den 1950er Jahrenn mit Krzysztof Komeda, dem Godfather of Polish Jazz. Mit 77 wollte er es nochmal wissen und interpretierte 2013 mit gestandenen Jazzern das 50 Jahre alte »Moja Słodka Europejska Ojczyzna« (»Meine Süße Europäische Heimat«) von Krzysztof Komeda neu. Alles bleibt natürlich beim Alten. Der Jazz ist cool. Hier und da springen die wohl geplanten Improvisationen ins Ohr. Neu ist auch im Qualitätsjazz eben immer noch relativ. Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau bedeutet. (Jens Pacholsky)
 


Polnischen Jazz findest du im Webshop bei HHV Records

Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 16.07.2019
EABS & Tenderlonious
Slavic Spirits
Die polnische Jazzformation EABS haben mit »Slavic Spirits« einen tollen Zweitling vorgelegt. Tenderlonious war auch daran beteiligt.
Music Essay | verfasst 22.03.2018
Jazz aus Japan
Vom Importschlager zur Innovation
Gleich zwei neue Compilations widmen sich dem Jazz aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dort musste das Genre einen langen Weg hinlegen, bevor es sich von seinen Vorbildern befreien und etwas Ur-eigenes schaffen konnte.
Music Kolumne | verfasst 08.03.2013
Records Revisited
Gil Scott-Heron's Small Talk At 125th And Lenox, 1970
Als Gil Scott-Heron im Sommer 1970 auf Drängen des Produzenten Bob Thiele ein kleines New Yorker Studio betrat, war er Autor. Wenige Stunden später verließ er das Studio als Musiker.
Music Porträt | verfasst 06.11.2015
Matthew Halsall
Mehr als ein Trompeter
Auf seinem nun fünften Album fordert Matthew Halsall sich neu heraus. Kein Wunder, schließlich hat er für seine Musik auch ein großes Ziel.
Music Interview | verfasst 10.05.2016
Gilles Peterson
»Das ist nicht bloß Musik für mich«
Gilles Peterson ist Sammler, DJ, Musiker und vor allem: Musikbotschafter in der ganzen Welt. Jetzt erscheint seine neue Zusammenstellung, Zeit mal mit ihm über die schönste Nebensache der Welt zu reden: Vinyl.
Music Interview | verfasst 25.05.2018
Kamaal Williams
Zurück zum rawen Shit
Gemeinsam mit Yussef Dayes veröffentlichte er vergangenes Jahr mit »Black Focus« einen Fan-Liebling. Jetzt ist Henry Wu aka Kamaal Williams solo zurück. Seine Musik ist von vielen Stilen inspiriert. Von nichts mehr aber als vom Glauben.
Music Porträt | verfasst 12.11.2018
Charles Mingus
Wiederentdeckte Wut
Amir Abdullah staunte nicht schlecht, als ihm die Witwe von Jazz-Drummer Roy Brooks, Tonbänder eines Konzertes von Charles Mingus zeigte, das dieser 1973 in Detroit gegeben hatte. Es wurde Zeit für eine Wiederentdeckung.
Music Essay | verfasst 24.06.2019
Britischer Jazz
On The Hot Spot
Der Jazz auf den Britischen Inseln steckt 2019 im Generationenumbruch. Neue Talente von Manchester bis London revidieren festgefahrene Konventionen und loten selbstbewusst die Grenzen des Genres aus. Warum gerade jetzt?
Music Kolumne | verfasst 17.08.2019
Records Revisited
Miles Davis – Kind Of Blue (1959)
Fünfmal oder sechsmal habe er die Musik verändert. So sagte es Miles Davis einst selbst von sich. In diese Reihe der Veränderungen gehört »Kind Of Blue«. Warum die Platte bis heute nichts von ihrer Größe und Spiritualität verloren hat.
Music Kolumne | verfasst 22.02.2013
Records Revisited
Ornette Coleman's The Shape Of Jazz To Come, 1959
»The Shape of Jazz to Come«, die dritte Veröffentlichung von Ornette Coleman, ist eines der einflussreichsten Werke der Jazzgeschichte. Sie wird dennoch zu selten gehört, zu selten gesamplet, zu selten erwähnt.
Music Porträt | verfasst 20.09.2019
Brownswood Recordings
Aufbruch & Umbruch
Brownswood ist die Keimzelle einer Szene, die gegen Genrekonventionen und einen rückwärtsgewandten Zeitgeist rebelliert. Entsprechend fächert DJ und Radiomoderator Gilles Peterson seinen Labelkatalog deutlich internationaler auf als andere.
Music Porträt | verfasst 14.05.2020
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt | verfasst 07.07.2020
International Anthem Recordings
Die Suche nach dem Echten
Seit sechs Jahren liefert das Label International Anthem aus Chicago zuverlässig Jazz mit ganz eigener Attitüde. Wobei sich die Gründer fast jeder Zuschreibung verweigern. Für sie gilt: Der schönste Klang ist stets das Echte.
Music Interview | verfasst 16.06.2020
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Porträt | verfasst 30.06.2020
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Essay | verfasst 09.07.2020
Baltic & Finnish Jazz
Grenzen ausbooten
Während Jazz von London bis L.A. eine neue Pop-Sensibilität entwickelt oder Fusion updatet, werden an den Ostseeküsten kühle Geschmacksrichtungen zwischen Nachwuchs und Nostalgie kultiviert. Weltoffen ist Jazz auch hier – und total eigen.
Music Liste | verfasst 11.07.2019
Halbjahresrückblick 2019
50 best Vinyl Records so far
Was ist denn musikalisch 2019 überhaupt schon passiert? Woran sollte man sich als Vinyl-Liebhaber erinnern? Und welche Schallplatten wurden denn ungerechtfertigt übersehen? Diese 50 Schallplatten verraten es euch.
Music Review | verfasst 11.10.2012
The Pyramids
Otherworldly
35 Jahre nach ihrem letzten Album kann man The Pyramids jetzt neu entdecken: World Music im besten, umfassenden und experimentellen Sinne.
Music Review | verfasst 21.01.2013
Various Artists
Feten - Rare Jazz Recordings from Spain 1961-1974
Unter der bis 1975 währenden Diktatur als denaturierte »Negermusik« deklariert, hatte es Jazz schwer in Spanien. Doch es gab ihn…
Music Review | verfasst 25.02.2013
BRZZVLL
Polemicals
Jazz, Funk, Weltmusik, Soul, Afrobeat – BRZZVLL bespielen zuverlässig das Feld der Organic Grooves und setzen dort spannende Akzente.
Music Review | verfasst 03.04.2013
Jose James
No Beginning, No End
Jose James ist ein begnadeter Sänger, der wohl mit Jazz großgeworden und ihm mehr als gewachsen ist.
Music Review | verfasst 16.05.2013
Alex Puddu
The Golden Age Of Danish Pornography
Wann auch immer sich mal wieder jemand an einer Adult-Movie-Vertonung versucht, er muss sich an dieser Scheibe messen lassen.
Music Review | verfasst 06.06.2013
The Jazzinvaders ft. Dr. Lonnie Smith
That's What You Say
Die Jazzinvaders sind für den Jazz was Vivaldi für die Klassik war: Der einfachste Zugang zu einer für die meisten unverständlichen Welt.
Music Review | verfasst 07.08.2013
Michel Magne
Musique Tachiste
»Musique Tachiste« liegt irgendwo zwischen Horrorfilm und Jazz. Und ist auch 54 Jahre nach Veröffentlichung noch magengruben-umdrehend gut.
Music Review | verfasst 10.01.2014
BadBadNotGood
BBNG2
Um Jazz aus den Feuilletons wieder rauszuholen, brauchte es die Herren von BadBadNotGood. »BBNG2« macht den Jazz wieder gefährlich.
Music Review | verfasst 06.05.2008
LTC
A Different View
Das klingt dann eben schon mal wie die Begleitmusik der »Knoff-Hoff-Show« oder die Hintergrundbeschallung der Programminformationen des NDR.
Music Review | verfasst 28.02.2008
The Stance Brothers
Kind Soul
Was dem geschulten Gehör von Teddy Rok gefällt, ist erste Sahne. Der verfrühte Soundtrack für den Frühling.
Music Review | verfasst 26.02.2014
Toby Fichelscher
Busting The Bongos
Toby Fichelscher war einer der Seelensklaven der den Blues hatte. »Busting The Bongos« gibt Einblicke in das Werk des Berliner Jazzers.
Music Review | verfasst 12.03.2014
Roy Porter Sound Machine '94
Generation
Treffsicher wie eh und je, bewies Roy Porter noch im Alter von 71 Jahren, wie man ohne Verlust künstlerischen Tiefgangs zeitgemäß sein kann.
Music Review | verfasst 31.03.2014
Kris Bowers
Heroes + Misfits
Der 24-jährige Jazzpianist Kris Bowers schafft es seinem Genre neues Leben einzuhauchen. So schmeckt Jazz wieder nach dem 21. Jahrhundert.
Music Review | verfasst 16.04.2014
Andromeda Mega Express Orchestra
Live On Planet Earth
»Live On Planet Earth« des Andromeda Mega Express Orchestras zeigt, wie Musik zu einem Transportmittel gen unerschlossene Regionen wird.
Music Review | verfasst 02.05.2014
Samúel Jón Samúelsson Big Band
4 Hlidár
»4 Hlidár«, das viert Album Samúel Jón Samúelsson Big Band gleicht einer Offenbarung epochalen Ausmasses.
Music Review | verfasst 14.05.2014
Various Artists
Inner City Beat!
Das Plattenlabel Soul Jazz ist zeigt mit der Compilation »Inner City Beat«, was im Amerika der 1970er Jahre innerstädtisch so alles los war.
Music Liste
Palmbomen II
10 All Time Favs
Bilder und Musik ließen sich bei Palmbomen II nie voneinander trennen. Mit »Make A Film« liefert er nun die Musik für die Bewegtbilder, die von uns noch gedreht müssen. Welche Musik ihn in Sachen Filmmusik inspirieren, verrät er hier.
Music Kolumne
Records Revisited
A Tribe Called Quest – Low End Theory (1991)
Viel besser geht es nicht. Zu Beginn der 1990er Jahre brachten A Tribe Called Quest mit ihrem zweiten Album »The Low End Theory« den Flow auf den Punkt. Ohne aggressiv männliche Posen, dafür mit Jazz, Breaks und Vibe.
Music Kolumne
Records Revisited
Primal Scream – Screamadelica (1991)
1991 – was für ein Jahr für die Rockmusik. Die am 24.9.1991 veröffentlichten Alben von Nirvana, Soundgarden und Red Hot Chili Peppers haben Rock wieder populär gemacht. Aber »Screamadelica« von Primal Scream hat das Genre verändert.
Music Essay
Die Beat-Ära in der DDR
Feindliche Übernahme
Schallplatten des Amiga-Labels sind weit verbreitet. Neben Pressungen internationaler Stars war auch jede Menge Musik aus der DDR selbst auf Platte verewigt worden. Manches davon lohnt wiederentdeckt zu werden.
Music Interview
José González
Geschmack ist wie dein Po
2003 coverte José González den Song »Heartbeat« von The Knife und katapultierte sich gleich in die Herzen und Studierzimmer vieler Menschen. Mit seinem Album »Local Valley« strickt er weiter an seinem Mythos. Wir trafen ihn zum Interview.
Music Porträt
Loredana Berté
Irgendwie unvergleichlich
Loredana Bertè wird als »Königin des italienischen Rock« apostrophiert. Das greift nicht nur musikalisch zu kurz. Denn sie den Status quo nie repräsentiert, sondern als Außenseiterin aus Überzeugung wiederholt infrage gestellt.
Music Kolumne
Records Revisited
DJ Shadow – Endtroducing (1996)
Vor 25 Jahren erschien mit »Endtroducing« ein Hip-Hop-Album, das Björk mit Metallica und finnischer Fusion zusammendachte. DJ Shadow grub dafür im Keller. Und fand Gold. Dann schuf er ein Album, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Music Porträt
Sarah Davachi
Echo der Unendlichkeit
Intensität ist das Wort, das in den Sinn kommt. Bei ihrer Musik und bei ihren Sätzen. Ihr Sound fühlt sich an, als ob jemand mit einer Fingerspitze über die Seele streicht. Jetzt erscheint Sarah Davachi neues Album »Antiphonals«.
Music Porträt
Dais Records
Klang als Kollektion
Zwischen Experiment und Erwartung, Neuem und Altem wagt Dais Records seit Jahren den Spagat. Gibby Miller und Ryan Martin ziehen dort ihre Kreise, wo Linearität bewusste Störung erfährt – und treten so in die Fußstapfen großer Vorgänger.
Music Porträt
Leslie Winer
Der unbekannte Weltstar
Björk, Grace Jones, Boy George und Sinéad O’Connor zählen zu ihren Bewunderern. William S. Burroughs war ihr Mentor. Irgendwie hat sie auch Trip-Hop erfunden. Dennoch ist Leslie Winer heute nur Insdern bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.
Music Porträt
DJ Koco
Guest Mix
Bei DJ Koco treffen atemberaubende Mixing-Skills auf eine Selection von ungeheurer Raffinesse. Kaum einer cuttet seine Breakbeats tighter ineinander als er. Das Verblüffendste: Der japanische DJ beschränkt sich in seinen Sets auf 7Inches.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2021
Keift und brummt sich wieder durch die Veröffentlichungen der letzten zwei Monate: Aigners Inventur, mit Bärlauch-Antipathie und Seerobben-Ehrfurcht. Dazwischen Alben von Flying Lotus, Erika De Casier, Space Afrika und Maxine Funke.
Music Kolumne
Records Revisited
John Coltrane – Africa/Brass (1961)
1961 markierte »Africa/Brass« den Anbruch eines neuen Zeitalters: Für John Coltrane war es der Beginn seiner Impulse!-Jahre, für viele afrikanische Staaten der Start in die Unabhängigkeit. Musikalisch war es sein ambitioniertestes Vorhaben.
Music Kolumne
Records Revisited
Björk – Vespertine (2001)
Mit »Vespertine« schien Björk Guðmundsdóttir das Versprechen ihres vorherigen Werks nicht einzulösen. Weil sie dieses Mal einen vollkommen anderen Ansatz wählte. Was »Vespertine« von 2001 zu einer ihrer besten Platten bis heute macht.
Music Porträt
Polo & Pan
Eklektisch in den Weltraum
Polo & Pan sind bereit abzuheben. Nachdem sie es mit ihrem kunterbunten Stilmix bis ins Hotelzimmer von Elon Musk schafften, blicken sie nun höheren Sphären entgegen. Die irdischen Fans beglückt das Duo derweil mit dem Album »Cyclorama«.
Music Liste
Durand Jones & The Indications
10 All Time Favs
Durand Jones & The Indications verbinden seit Ihrem Debüt vor fünf Jahren Vergangenheit und Zukunft des Genres. Jetzt erscheint ihr drittes Album »Private Space«. Zeit, um die Band nach den 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt haben.
Music Porträt
Conrad Schnitzler
Mitten im Durcheinander
Immer noch wird der 2011 verstorbene Conrad Schnitzler vor allem für seine Verbindung zu Kraftwerk oder Tangerine Dream wahrgenommen. Dabei steht sein beeindruckendes Werk genauso für sich allein, wie er Verbindungen herzustellen wusste.
Music Kolumne
Records Revisited
Main Source – Breaking Atoms (1991)
In mancher Hinsicht scheint »Breaking Atoms«, das Debüt von Main Source, ein Klassiker aus der zweiten Reihe geblieben zu sein. Doch die Produktion von Large Professor definierte einen Signature Sound für das Goldene Zeitalter des Hip-Hop.
Music Kolumne
Records Revisited
LFO – Frequencies (1991)
Die niederfrequenten Schwingungserzeuger LFO aus Leeds schufen mit »Frequencies« eines der ersten Techno-Alben. Ihre hohen Bleeps und tiefen Clonks haben Technogeschichte geschrieben. Bis heute kann, äh, muss man dazu tanzen.
Music Kolumne
Records Revisited
Funkadelic – Maggot Brain (1971)
Mit »Maggot Brain« begeben sich Funkadelic auf die dunkle Seite des Funk. Das triumphierende Lustprinzip wird mit dystopischer Eschatologie durchsetzt und stellt der Feier des Lebens eine beklemmende Endzeitstimmung zur Seite.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2021
Hier wird nicht lange gefackelt und sogar auf halbgare UEFA-Gags wird verzichtet. Stattdessen wird im Sinne der Schallplatte gehandelt und an die 20 Vinyl-Scheiben werden zum Drehen gebracht.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2021
50 best Vinyl Records so far
Das vergangene halbe Jahr hat gefühlt ganze fünf gedauert. Ein nie endender Winter, quälende Isolation. Und die Musik? Die lief weiter, auf unseren Plattenspielern. Diese 50 Schallplatten blieben dabei besonders im Gedächtnis.
Music Porträt
Hōzan Yamamoto
Meditation aus Improvisation
Über fünf Dekaden hinweg pushte er japanischen Jazz in spirituelle Sphären, ohne Kitsch oder Esoterik. Ansehen erntete er dafür vor allem in seiner Heimat. Bis heute gilt Hōzan Yamamotos Schaffen international als Geheimtipp.
Music Porträt
Hoshina Anniversary
Die Fusion von Techno und Jazz
Hoshina Anniversary macht Techno. Er selbst würde sich aber eher in der Nachfolge zu Jazz und traditioneller japanischer Musik verorten. Und damit ist der Tokioter nicht allein.
Music Essay
Jazz Kissa
Wo in Japan die Musik spielt
Sie bieten stilvollen Rückzug aus einer Welt, in der alle permanent hören. Und zelebrieren das Hören von Musik: Jazz Kissas sind Japans inoffizielles Kulturerbe. Der Journalist Katsumasa Kusunose dokumentiert sie nun.
Music Porträt
Hiroshi Suzuki
Der Unbekannte mit der Posaune
1976 hat der japanische Posaunist Hiroshi Suzuki ein Album aufgenommen. »Cat«, das sich weniger durch Perfektion als durch einen feinen Groove auszeichnet, ging dereinst ein wenig unter. Nun kannst du es wiederentdecken.
Music Essay
Small In Japan
Die Vinyl-Nation, die keine ist
Aufwändige Aufmachungen, audiophile Listening Bars und die meisten Plattenläden der Welt: Japan, ein Vinyl-Paradies? Jein. Das Medium spielt dort gar keine große Rolle. Unsere Kulturgeschichte der japanischen Musikindustrie.
Music Liste
Evidence
10 All Time Favs
Evidence ist Producer, Cratedigger und Rapper, und zwar einer, der in 15 Karrierejahren die Lust am Entdecken nie verloren hat. Jetzt erscheint sein Album »Unlearning Vol.1«. Wir fragten nach 10 Schallplatten, die ihn geformt haben.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 2nd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 17.7.2021 findet nun der zweite Record Store Days in diesem Jahr statt. Auch dafür sind wieder mehrere Dutzend exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus abermals zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Kolumne
Records Revisited
The Smiths – The Queen Is Dead (1986)
Das 1986 veröffentlichte »The Queen Is Dead« ist der Höhepunkt der nur fünf Jahre und vier Studioalben währenden Karriere der britischen Band The Smiths. Es klingt auch nach so langer Zeit noch erfrischend eigenwillig.
Music Kolumne
Records Revisited
Porter Ricks – Biokinetics (1996)
Als Porter Ricks im Jahr 1996 das Album »Biokinetics« veröffentlichten, handelte es sich um mehr als nur eine um Zusatzstücke erweiterte Sammlung ihrer ersten 12inches. Sondern um den utopistischen Versuch, Dub Techno weiterzudenken.
Music Porträt
BBE Records
Influencer der Influencer
Peter Adarkwah ist der Grund, warum manches Life durch J Dilla gechanged wurde, das Roy Ayers einen zweiten Frühling erlebt hat und das japanische Jazz-Alben von Pitchfork rezensiert werden. In anderen Worten: BBE Music wird 25 Jahre alt.
Music Liste
Record Store Day 2021 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 12.6.2021 findet nun der erste von zwei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind wieder mehrere hundert exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Portico Quartet
Guest Mix
»Terrain« heißt das neue Album der britischen Band Portico Quartet, dass in diesen Tagen auf Gondwana Records veröffentlicht wurde. Für uns hat Jack Wyllie von Portico Quartet in einem exklusiven DJ-Mix 60 Minuten Musik zusammengestellt.
Music Porträt
SSIEGE
Suche nach dem Endlosloop
Dicht gedrängt wandeln die Produktionen von SSIEGE an den Übergängen der Jahreszeiten und verschwimmen in ultragesättigten Bildern. Mit ihnen erzählt der Italiener ohne großes Brimborium von Träumen, die sich immer weiter wiederholen.
Music Kolumne
Records Revisited
Marvin Gaye – What's Going On (1971)
Muss man dies Album überhaupt in Erinnerung rufen? Eigentlich nicht. Aber man kann es immer wieder hören. Und es ist bis heute aktuell geblieben, im Guten wie im Schlechten. Marvin Gayes »What’s Going On« wird 50 Jahre alt.
Music Porträt
Seefeel
Musik im luftleeren Raum
Seefeel sind eine Zusammenkunft der Unwahrscheinlichkeiten. Seit fast 30 Jahren spielen sie zwischen den Stilen und befreit von kontemporären Referenzen. Ihr Sound ist bis heute unbegreiflich.
Music Porträt
Arsivplak
Vergangenheit, neu aufgelegt
Volga Çobans Label Arsivplak und das Edit-Projekt Arşivplak sind zwei Seiten derselben Medaille: Einerseits ist er Archivar von türkischem Funk, Disco, Pop, Rock und Jazz, andererseits wirft er ein neues Licht auf alte Klänge.
Music Kolumne
Records Revisited
Grace Jones – Nightclubbing, 1981
Nachtleben für Androiden: Grace Jones sorgte auf »Nightclubbing« mit einer der besten Rhythmusgruppen der Welt dafür, dass Reggae und New Wave im Pop der Achtziger neues Eigenleben entfalteten.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2021
Die eine Konstante in der Ära von Impfneid, Merzismus und Notbremsenbeef: Aigners Inventur fühlt sich vier Minuten vor Beginn der Ausgangssperre verwegen, hält sich für den Nabel der Deutschrapwelt und kopiert sich nur selbst.
Music Liste
Crumb
10 All Time Favs
Seit ihrem Debüt 2019 gelten Crumb als eines der heißesten Feuer in der Musiklandschaft. Nun ist ihr neues Album »Ice Melt« erschienen. Die Gelegenheit sie nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.