Music Kolumne | verfasst 23.08.2016
Vinyl-Sprechstunde
Frank Ocean – Blond
Vier Jahre lang hat Frank Ocean sein neues Album angeteast, zurückgezogen, und das Spiel so lange wiederholt, bis beim Release von »Blond« alle eh erstmal sofort befriedigt waren. Aber ist »Blond« so groß wie das Drumherum?
Text Florian Aigner, Pippo Kuhzart
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Aigner: Ich habe gleich ’ne Einstiegsfrage für dich: Was würdest du jemandem sagen, der behauptet, dass Frankie die perfekte Lösung ist für alle, denen The Weeknd ein zu schlechter Mensch, The Dream zu – äääääh – schwarz, Lana Del Rey zu weiß und Adele zu o2-Arena ist?
Kunze: Hahaha, Fucker! Okay. Diesem Jemanden würde ich erstmal sagen, dass er sich sein »jemand« sonst wo hin schieben kann, weil dieser Jemand nur der Aigner sein kann. Dann muss ich zugeben: Klar, stimmt natürlich. Was aber ja nicht unbedingt was Schlechtes heißen muss. Weil die Genannten alle ihre Talente haben, zwischen ihnen aber ja noch genug Platz ist. Und: ich glaube, dass die Frage sogar in die richtige Richtung zielt, wenn man erklären will, warum Frankie so gut ist. Weil alles, was Du aufgezählt hast, waren ja relativ, ähm, starke Adjektive – und Franks lässt sich eben nicht über ein solches beschreiben. Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass er der subtilste Popstar da draußen ist. Ich würde sogar sagen, dass »subtiler Popstar« heute (immer?) ein Oxymoron ist, wäre da nicht Frank.

Aigner: Wow. Subtiler Popstar, das ist natürlich Starkness zu Beginn. Aber ich glaube, das ist einer der Gründe warum ich Frankie so misstraue. Weil der immer so staatstragend und gleichzeitig genuin verletzt rüberkommt. Dem traue ich weniger als Selbstironie. Was eigentlich schade ist, memifizierte Popstars haben wir ja genug.

Kunze: Ist total schade. Und voll der entscheidende Punkt, den Du ansprichst. Ich verstehe erstmal das Misstrauen nicht. »Bei Frank Ocean wird Kaputtheit und emotionale Gebrochenheit nicht zum Lifestyle erhoben. Sondern bleibt etwas, das wehtut, und verarbeitet werden will.« Dann finde ich ihn null staatstragend. Das Staatstragende haben ja die Journos und Konsumenten daraus gemacht, für die das ganze Coming-Out-Ding halt leider noch ’ne riesige Sache war. Aber das Wichtigste ist: genuin verletzt. Ich nehme ihm das ab, absolut. Und deshalb fand ich Frank Ocean halt immer gut. Weil er für mich damit im R&B-Kosmos eine Sonderstellung einnimmt: Bei ihm wird Kaputtheit und emotionale Gebrochenheit nicht zum Lifestyle erhoben. Sondern bleibt etwas, das wehtut, und verarbeitet werden will.

Aigner: Vielleicht habe ich nie genau genug auf die Lyrcis gehört, aber ich hatte immer das Gefühl, dass alles was Frankie wichtiges sagt außerhalb der Musik passiert.
Kunze: Er hat ja selbst nie viel gesagt. Ich glaube, dich hat da die Rezeption gepfickt. Da wurde natürlich wild mit den Schwengeln geschwungen und alles mögliche damit aufs Papier getropft. Frank selbst hatte damit aber tatsächlich wenig zu tun. Eigentlich hatte der sich nur einfach nur geoutet und danach ein wunderbar erzähltes und musikalisch saukohärentes Album gemacht, für das sich im R&B nicht so leicht ein Vergleich findet.

Aigner: Ich fand »Channel Orange« trotzdem einfach nicht mutig genug um ihn so hochzujazzen. Musikalisch sind Frank Oceans Songs immer noch zu 90% belanglos, behaupte ich. Die Stimme trägt für mich auch nicht, leider. Ich will ja, aber ich kann nicht. Also die Essenz was Frankie musikalisch ist, die langweilt mich. Ich finde ihn als Phänomen interessant, aber ich finde nichts Besonderes in seiner Musik.
Kunze: Ja, okay, aber Musik gleich nochmal. Erstmal müssen wir uns – und vor allem Dir – doch irgendwie erklären, warum das Internet seit zwei Jahren auf das Album wartet, als sei es der Heilsbringer.

Aigner: Naja, ich glaube das haben wir ja schon geklärt.
Kunze: Haben wir?
Aigner: Ja, weil er subtil und genuin ist, ein Anti-Meme und selbst der größte Ignorant neben seinen Yachtys und Uzi Verts noch einen Messias braucht, dem er vertrauen kann.
Kunze: Ich glaube, dass sich ganz viele von »Channel Orange« verstanden gefühlt haben. Einfach, weil er darauf so einfach aber bildstark Geschichten von jungen Erwachsenen erzählt, die die äußeren Umstände verwirren (Familie, Liebe, blah), die sich selbst verwirren (Substanzen), oder die vergessen haben, dass sie verwirrt sind (good life, Instagram), Aber merken, dass irgendwas nicht stimmt.
Aigner: Und als Antithese zu Drake, Kanye, Lana und Riri ist der doch sauattraktiv. Sieht auch noch geil aus, ist queer, viel mehr kann man doch als Hörer für die Selbstaffirmation nicht wollen. Und redet nicht über Croissantcorollas, Tumblrsuicidebullshit oder What’s App mit Obama.

Kunze: Aber warum klingt da bei dir diese Ablehnung mit durch?

Aigner: Weil er einfach nicht voll überzeugt, musikalisch.
Bestes Beispiel: »Self Control« trieft nur so vor Ehrlichkeit, aber mir ist das zu plakativ, zu genuin, zu ungekünstelt. Und es ist musikalisch einfach nicht halb so brillant arrangiert, wie viele sich das einreden. Da scheißt doch »Runaway« atmosphärisch aber so einen dicken Haufen drauf.
Ich fühle da nichts. Ich würde ja wirklich gerne, aber ich tue es nicht. Oder »Solo«: da hat The Ringer gestern einen wortgewaltigen Essay drüber geschrieben, warum das the next great Frank-Song ist – ich komm aber nicht rein.

Kunze: Aber Kanye und alle die megalomanischen Dudes sind da ja einfach der falsche Maßstab – bzw. genau der richtige.
Aigner: Ja, die will ich ja eigentlich auch gar nicht zum Maßstab nehmen. Der Maßstab für Frank ist ja eh eher Stevie Wonder mit Datenflatrate. Und dem wird er nicht gerecht, finde ich.
Kunze: Ich muss leider zugeben: für mich wird’s ab hier schwer mit den Gegenargumenten. Leider. »Frank ist halt ein Liebesbrief in the age of Rechtswischen.«
Weil ich das Album nach mehrmaligem Hören doch lange nicht so gut finde, wie am Anfang (gewollt?!). Ich finde es zerfällt atmosphärisch extrem. Ich hatte da bei »Nikes« so ein gutes Gefühl, dass es da ein übergeordneten Vibe im Album geben wird. Eine Stimmungslandschaft. So hochglanzpolierte Sportwagen mit einem traurigen Piloten in anonymen Metropolen auf Beruhigungsmitteln.

Aigner: Das ist ein schönes Bild und ich glaube ernsthaft, dass dieses geile Cover damals (»Nostalgia, Ultra«) auch dazu geführt hat, dass ich den lieben will, aber bei »Channel Orange« dachte ich halt eher an einen Passat und jetzt sind wir maximal bei einem Audi A6, nix Sportwagen. Und: selbst wenn Frankie traurig ist, hat er den Rettungsreifen immer im großen Kofferraum.

Kunze: Da bist wahrscheinlich aber auch einfach geschädigt vom Overload an Mag-Überschriften a là »Frank Ocean explains in intimate/heartfelt/emotional note…«

Aigner: Meine Meinung: Frank Ocean ist ein ein durchschnittlicher Songwriter mit einer durchschnittlichen Stimme, mit dem ich sehr gerne mal ein Bier trinken würde. Ich finde auch die Instrumentierung irgendwie nicht so gelungen. Sehr wenig Drums – ok, das kann funktionieren, aber dafür sind die Melodien einfach nicht gut genug. Sorry Frankieboo. Und »Self Control« beginnt wie dieser Uncle Kracker-Song, triple-double-sorry, Frankieboo.

Kunze: Das mit dem Songwriter würde ich so nicht stehen lassen. Das mit der Instrumentierung leider schon. Die seichten Lümmel-Gitarren sind mega fehl am Platz. Ich finde er hätte sogar wesentlich mehr Flächen nötig, mehr Elektronik. Ich glaube sogar, Frank wäre mit nur ganz rar eingesetzten Drums auf Subbass und dunklen Synths am besten. Wenn der seine Beats noch mehr in Richtung 5 in the mornin’ rücken würde, wäre das wesentlich mehr drin.

Aigner: Ich behaupte, dass alles was Frankie sein soll Blood Orange schon ist, in geil, frisch und auberginie.
Kunze: Nah, nah, nah, das funktioniert auch nicht. Frank ist ja aus der Mitte der Leute heraus; Blood Orange ist der Verstoßene, der am Rande von Allem mehr Schönheit gefunden hat, als sie in der Mitte je zu finden ist. Check mal »Seigfried; mehr davon, wenig blümchengetünchte Gitarren!
Aigner: »Seigfried« ist ganz gut, aber diese Saul Williams Poetry Slam-Interludes: das hat Kanye doch auch schon durchgespielt. Ich krieg hier einfach keinen Wowsers-Input.

Kunze: Also ist er dir zu soft, zu wenig riskant, zu wenig glaubhaft?
Aigner: Wirklich, ich will ja das Licht sehen, aber: JA! Glaubhaft ist es, es packt mich nur einfach nicht.

Kunze: Also wir reden ja über ein R&b/Soul-Album. Was könnte er denn besser machen?
Aigner: Stimm-OP würde helfen.
Kunze: Lol.
Aigner: Ne, also im Ernst, ich finde ihm tun klassischere Songstrukturen tatsächlich gut, weil er als Avant-Producer einfach zu wenig gute Ideen hat. Es gibt da halt auch seeeehr viele Alternativen.

Kunze: Ja?
Aigner: Also alten Soul, mein ich. Und das gilt für viele andere Riesen nicht. Ich kann mir keine Alternative zu »Nothing Was The Same« aus dem Schrank ziehen, ich kann aber easy statt Frank »Innervisions« oder »Is It Because I’m Black?« hören. Also so vom Gefühl her, natürlich sind die Referenzen und der Kontext das was Frankie relevant hält, aber mich berührt das halt nicht. Aber nochmal: das liegt auch ein bißchen daran, dass er seine Songs nicht ordentlich zu Ende schreibt, zumindest auf »Blond«.

Kunze: Das stimmt. »Nothing Was The Same« ist vielleicht auch gar kein schlechter Vergleich. Weil diese H-Town-Langsamkeit findet sich ja auch auf »Blond« zu genüge, die Übergänge sind teils ähnlich aufgebaut. Aber eben niemals so geil umgesetzt und atmosphärisch aufgeladen wie bei Drake und Noah.
Aigner: Dafür fehlen halt auch Drums. Und Samples. Und diese verfickten Gitarren..hau ab.

Kunze: Und das wäre dir auch so gegangen, wenn Du die ganze Hysterie nicht mitbekommen hättest?
Aigner: Ja klar, leider. Ich möchte den wirklich fühlen können. Aber dafür müsste er bessere Songs schreiben. Auch ein gutes Beispiel: »Godspeed«ist »Ultralight Beam« ohne Hauptteil. Das reicht einfach nicht. Das Album ist ja nicht beschissen, es ist total normal. Und das nervt mich irgendwie noch mehr.
Kunze: Ich muss leider zugeben, dass es mir inzwischen ähnlich geht. Und auch lyrisch ist das einfach nicht besooonders stark.
Aigner: LOL, sorry noch: »Pink & White« ist so ein beschissener Song, unglaublich.

Kunze: Vielleicht muss mich noch einfinden. Weil: an »Channel Orange« habe ich nach einer Weile geliebt, wie gut das erzählt war. Musikalisch mochte ich immer den »Novocane«-Frank während mir der »Lost«-Frank egal war. Nun war bei dem Album sehr schnell klar, dass es nicht so klarsichtig würde, sondern aus einem, hm, vielleicht verschwommeneren Ort kommen würde. So klang dann auch »Nikes«. Daraufhin habe ich mich dann auf das Album gefreut, das ich oben mit dem Sportwagen in der Metropole beschrieben habe. Jetzt ist es weder das eine noch das andere. Ich bin mir noch unschlüssig, ob es in der Mitte was ist.
Klammern wir uns aber doch bitte wieder mit dem Blick der breiten Internet-Massive ein. Und da muss man doch schon festhalten: Frank ist in dem, was er ausdrückt, ein fehlendes Teil im musikalischen Kosmos der Urban Outfitters. Diese emotionale Nahbarkeit ist ja nun eigentlich wirklich nicht das Markenzeichen der Generation, die Frank da abfeiert. Das nach ihr aber eine Sehnsucht besteht: auch klar. Dass Frank diese bedient: sehr, sehr schön!

Aigner: Das stimmt, aber ich habe auch das Gefühl, dass er es erstaunlicherweise schafft auch die Vitra-Crowd mitabzuholen. Frank ist halt ein Liebesbrief in the age of Rechtswischen. Dass da dann auch nur drinsteht: »willst du mit mir gehen« ist erstmal nicht so wichtig, weil der Umschlag so schön verziert ist.

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Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.