Music Review | verfasst 09.03.2021
Nadia Struiwigh
Oooso
Nous'klaer Audio , 2021
Text Tim Caspar Boehme
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8.0
Redaktion
Cover Nadia Struiwigh - Oooso

Ein Name, der erst einmal einschüchtert, wenn man jetzt gerade kein Holländisch kann: Wie bitte spricht man »Struiwigh« aus? Auch was die niederländische Produzentin auf ihrer ersten EP für das Label Nous’klaer Audio an Klängen in Sequenzen bringt, lässt sich so leicht nicht artikulieren. Eine große Reise in gut 20 Minuten ist es aber definitiv, was Nadia Struiwigh Struiwigh in diesen vier Tracks mit passend unsprechenden Namen wie »R5V« anbietet. Man könnte das artifizielle, rhythmisch durchaus immer wieder mit regelmäßigen Beats strukturierte Wuseln als laufende IDM-Mutationen bezeichnen, doch wem ist damit geholfen? Gamesounds mischen sich in »WOSP« unter das flackernde Geschehen, im Titeltrack »Oooso« geht ein rumpeliger Drone mit hallenden Ambient-Akkorden eine instabile Verbindung ein. Ähnlich monoton angerumpelt das abschließende »5D«, bei dem die letzten zwei Minuten sogar eine kurze rhythmische Steigerung bringen. Mit einiger Wahrscheinlichkeit soll trotzdem nichts davon unmittelbar in Körperbewegungen übersetzt werden, wobei, man weiß ja nie. Doch da bis auf weiteres ohnehin wenig mit Tanzen ist, kann man bei »Oooso« etwaigen Frust über die Lage, vorübergehend zumindest, ins Surreale sublimieren. Und das mit einigem Gewinn.

»Oooso« von Nadia Struiwigh findest due bei HHV Records: Vinyl 12inch
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