Music Review | verfasst 08.05.2021
Ziad Rahbani
Bennesbeh Labokra… Chou?
WeWantSounds, 2021
Text Nils Schlechtriemen
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Redaktion
Cover Ziad Rahbani - Bennesbeh Labokra… Chou?

Mit dem Reissue von »Abu Ali« hatte der Klangmittelräumdienst WeWantSounds vor zwei Jahren schon das Schaffen Ziad Rahbanis erneut ein wenig mehr auf den Schirm hiesiger Enthusiasten arabischer Grooves geholt – und damit in diesen Kreisen einen kleinen Hype losgetreten. Als Sohn von Fairuz, der wohl profiliertesten Sängerin Libanons, war Ziad Rahbani schon seit den späten Siebzigern im Bereich Musikproduktion aktiv, sowohl für seine Mutter aber auch im Kontext eigener Kompositionen und Kollaborationen. Neben seinem Onkel Elias Rahbani und Setrak Sarkissia arbeitete Ziad bis zu seiner ersten kreativen Schaffenspause während der frühen Achtziger auch mit Joseph Sakr zusammen, einem der bis heute beliebtesten Sänger der arabischen Welt. »Bennesbeh Labokra… Chou?« zeugt von der gelungenen Chemie der beiden, die sich auf diesem Album für mehr als 40 Minuten genussvoll orientalischem Jazz hingeben und dabei einen Score für schwüle Sommerabende auf der städtischen Dachterrasse kredenzen. Da wäre das unwahrscheinlich schöne »Reda« oder der fünfteilige »Variation«-Zyklus mit seinen rauchigen Bläserparts und mal beschwingter, mal zurückgelehnter Atmosphäre. Perkussion und libanesische Volksmusik vermählen sich auf diesem Reissue mit filmreifen Intermezzi, mit Nuancen von Bossa Nova und Easy Listening. Natürlich alles remastered und obendrein kuratiert von Mario Choueiry, einem Experten des Pariser Institut du Monde Arabe für jene sträflich unterschätzte musikalische Weltregion.

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