Music Review | verfasst 07.03.2012
Fiva & Das Phantom Orchester
Die Stadt gehört wieder mir
Kopfhörer, 2012
Text Kevin Frese
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8.5
Redaktion
Cover Fiva & Das Phantom Orchester - Die Stadt gehört wieder mir

Dass ein Album mit zehn Songs genauer unter die Lupe genommen werden muss, erklärt sich von selbst. Je geringer die Trackanzahl, desto größer der Qualitätsanspruch. Diese Faustregel verliert jedoch zunehmend an Bedeutung, sofern Twitter, Facebook und Co. melden, dass mit »Die Stadt gehört wieder mir« ein neues Album von Fiva in den Startlöchern steht. Für die Slam-Poetin ist es bereits die vierte Veröffentlichung, welche gemeinsam mit Paul Reno und Rüdiger Linhof, Bassist der Sportfreunde Stiller, eingespielt wurde. Zwischenmenschliche Themen und metaphernreiche Geschichten werden von Fiva in gewohnter Präzision elegant über die orchestralen Arrangements gesprochen – und man hört ihr dabei gerne zu, der gebürtigen Münchnerin. »Dein Lächeln verdreht Köpfe« etwa unterstützt diese These. Melancholische Melodie trifft hier auf positive Lyrik, die Fiva mit besänftigender Art und Weise vorträgt. Ein musikalischer Hochgenuss. Ertönt »Glotz nicht, schüttel dich«, möchte man fast meinen, Fiva schaffe es, den langersehnten Frühlingsanfang unmittelbar herbeizuzaubern. Generell fällt aufgrund des durchweg beständigen roten Poetry Slam-Fadens nur am Rande auf, dass »Die Stadt gehört wieder mir« kein klassisches Hip Hop-, sondern viel mehr ein anspruchsvolles und in dieser Konstellation vor allem überraschendes Pop-Album ist. …die besten Augenblicke gibt es geschenkt,/ wenn alles von allein passiert und keiner sich was denkt. Word.

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