Music Review | verfasst 04.07.2014
Godflesh
Decline & Fall
Avalanche Recordings, 2014
Text Andreas Brüning
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8.3
Redaktion
Cover Godflesh - Decline & Fall

Fieses Rauschen, schweres und tiefergelegtes, repetitives, achtsaitiges Gitarrenbrett, elektronisches Galeerenschlagzeug und beschwörender Gesang – alles auf Anfang. Justin Broadrick, mit 15 Gründungsmitglied von Napalm Death, und Bassist GC Green sind nach dreizehn Jahren zurück und klingen wieder wie vor 25 Jahren auf »Streetcleaner«, ihrem zweiten Album. Vergessen sind die stilistischen Ausflüge in Drum’n’Bass, Hip Hop und Dub. So schwer und fett wie auf dem Eröffnungstrack »Ringer« klangen sie wohl noch nie. Das mag man retro nennen, aber Godflesh dürfen das. Das Duo aus Birmingham waren die ersten, die ihre Metal-Riffs einen Gang runter geschaltet, mit einer Drummachine kombiniert und damit den »Industrial Metal« erfunden haben. Danach kamen Ministry und Nine Inch Nails… doch da waren Broadrick und Green schon wieder ganz woanders und arbeiteten mit moderneren elektronischen Musikstilen, die ihnen brutaler und vor allem zeitgemäßer erschienen. Brutal klingt auch »Dogbite«, der zweite Track auf »Decline & Fall«, und bei »Playing With Fire« wütet im Studio anscheinend zeitgleich ein Abbruchunternehmen. Im Titel- und gleichzeitig Schlusstrack zieht die Beat-Maschine das Tempo noch mal gehörig an, Bass und Gitarre lassen sich aber selbst davon kein bisschen beeindrucken und walzen stoisch ihren Weg.

Das Album »Decline & Fall« von Godflesh findest du bei hhv.de auf LP.
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