
) Fly Lo’s Label Brainfeeder ist mittlerweile zu einem wahren Garant für die Entdeckung von interessanten Beatschmieden geworden. Lapalux bildet hier keine Ausnahme. Der Produzent aus dem britischen Essex ist dabei v.a. ein technisch versierter Klangtüftler und konstruiert auf seinem Labeleinstand »When You’re Gone« eine melodische und harmonische Melange aus R’n’B-, HipHop und Glitch-Elementen, die gelegentlich auch nicht vor »poppigen« Einschlägen zurückschreckt. Dabei gelingt es ihm jedoch stets, die zahlreichen Eindrücke und elektronischen Bauteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. (Henning Koch)_

Schoolboy Q hat sich seinen Platz in den Top-50 nicht verdient, weil »Habits & Contradictions« ein durchweg gutes Album ist. Dafür hat es zu sehr den Charakter eines Mixtapes. Aber: Mit »There He Go« enthält es einen persönlichen Rap-Dauerbrenner des Jahres und Qs quengelige »Delivery« sucht zwischen stock-konservativen- und Gimmick-Rappern seinesgleichen. Außerdem enthält das Album jene unwiderstehliche Strophe, die eigentlich nur aus den Wörtern »extra pills« besteht. Der Rap-Purist rollt die Augen, während ich jedes Mal aufs neue jegliche Körperkontrolle über diese Ignoranz verliere. (Philipp Kunze)_

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