Deckard – »Ich will nur das besondere veröffentlichen«

15.12.2011
Foto:Simon Koy Equinox Records
In den letzten sieben Jahren hat Deckard durch vereinzelte kleinere Releases immer mal wieder von sich Reden gemacht. Nun erscheint sein erstes Album. Wir hatten die Gelegenheit ihm ein paar Fragen zu stellen.

Nachdem Attila Makai in den letzten sieben Jahren bereits mit etlichen kleineren Releases als Deckard für Aufmerksamkeit sorgte, folgt nun endlich sein erster Longplayer. Obwohl der aus München stammende Produzent behauptet, die aktuelle musikalische Entwicklung nicht sonderlich zu verfolgen, ist der Sound seiner aktuellen Single Andromeda, nicht nur dank der Remixes von Bit-Tuner, Demokracy und Rowpieces up-to-date. Das Debütalbum des Filmenthusiasten, For A Better Tomorrow, steht dieser Prognose in nichts nach. Wir hatten die Gelegenheit ihm ein paar Fragen zu stellen.

Was hat es mit deinem Künstlernamen auf sich?
Deckard: Mein Alias Deckard stammt aus dem Sci-fi/Noir-Film Blade Runner. Dieser Film und der dort enthaltene Charakter Deckard verkörpern sehr gut meine innere Grundstimmung: ruhig, melancholisch mit einem Schuss Hoffnung versehen.

Nach deinen unzähligen, kleinen Releases in den letzten Jahren: Warum war gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für dein Debütalbum?
Deckard: Das Album war bereits seit mehr als fünf Jahren geplant. Und da ich bei meiner Musik ein Perfektionist bin, und nur das besondere veröffentlichen will, hat es einfach ein wenig gedauert.

Was sind deine persönlichen Lieblingslieder auf dem Album?
Deckard: Meine beiden Favoriten sind die Tracks Head Off und Guenesim. Guenesim ist für mich besonders, da es der einzige Vocaltrack ist und mir auch der schleppende Beat sehr zusagt. Bei Head Off__ ist es der langsame, aber stetige Aufbau, welcher mich besonders an Filmmusik erinnert und sich gegen Ende dann abrupt auflöst. Das finde ich für mich selbst sehr intensiv.

Andromeda, die erste Single aus For A Better Tomorrow enthält ja auch Remixe von elektronischen Künstlern. Wie siehst du den momentanen Dubstep-Trend und den Versuch vieler Interpreten, Hip Hop mit Synthesizers, verzerrten Basslines und Autotune »aufzupeppen«?
Deckard: Wenn ich ehrlich bin, verfolge ich die musikalischen Entwicklungen nicht allzu sehr. Da ich viel im Studio bin und an eigenen Sachen arbeite, fehlt mir einfach die Zeit, mir das alles anzuhören. Dubstep an sich mag ich sehr gerne, jedoch mehr die untypischen Sachen, wie z.B. Burial. Da wobbelt es nicht an jeder Ecke und da wird sich auch nicht zu tode gefrickelt. Ich mag es roh und atmosphärisch. Das mit Synthesizern finde ich ist kein Problem, da ich ja selber viele einbaue. Liegt wohl daran, dass ich die Synthsounds aus den Siebzigern und Anfang Achtzigern so gerne mag.

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