2025 war vieles – und ganz bestimmt auch das Jahr eines markanten Dub- und Ambient-Techno-Revivals. 2501 aus den Niederlanden liefert in diesem Segment mit Ulmeyda eines der stärksten Alben, indem sich der Act auf die Kernkompetenzen des Genres besinnt. Das Cover zeigt nicht mehr als einen porösen, grauen Farbverlauf, der oben und unten ins Weiße ausfranst. Die Musik tut es ihm gleich – dafür muss man keine Synästhetiker:in sein. Wo Genreverwandtes mitunter selbstgenügsam auf der Stelle tritt, verliert Ulmeyda den Dancefloor-Fokus jedoch nie.
Toolige Stücke mit gebrochenem Beatschema und knackiger Perkussion wie »Dizzy« dienen dem Spannungsaufbau und halten die Lust auf jeden neuen Loop aufrecht. In der Mitte des Albums sitzt mit »Camellia (Version)« das Kernstück, in dem alles zusammenkommt: eisige Chords, silbrige Hi-Hats und eine Bassline, die unmittelbar nach ihrem Einsetzen elektrisiert. Assoziationen mit Bandulu oder Vainqueur, den Club-Granden des Metiers, drängen sich auf. Auch 2501 gelingt der schwierige Spagat zwischen Antrieb und Ästhetik. Die acht Stücke nehmen sich durchweg die nötige Zeit, um aus einer kühlen Farbpalette eine unerwartete Geborgenheit zu entwickeln. Das virtuose »Nothing« etwa startet als verkopfter Jam, durch dessen Eispanzer schließlich eine gerade Kick bricht – mit Wirkung. Im Dub Techno von 2501 haben nicht nur die charakteristischen Chords das Sagen: Besonders prägend ist das entfesselte, kreative Drumming mit all seinen Störgeräuschen.

Ulmeyda