Eine Reise durch experimentelle, collagenhafte Klangwelten, die Elemente von Free Rock, jazziger Improvisation und krautigen Rhythmen vereint, aber auch Folkiges, Ambient und modulare Elektronik – und jene Strahlkraft andeutet, die das belgische Bandprojekt Aksak Maboul über die nächsten Jahrzehnte entwickeln sollte. Die Sammlung von 17 Tracks offenbart, wie etwa Marc Hollanders Band Here and Now klang, die sich 1969 gründete und 1972 wieder auflöste. Sie widmet sich seinem Solo-Output und frühen Kollaborationen mit Vincent Kenis. Ausführliche Liner Notes liefern zusätzlichen Kontext.
1977 brachten Kenis (der bald von Véronique Vincent abgelöst wurde) und Hollander dann als Aksak Maboul das verspult-leichfüßige Debütalbum Onze Danses Pour Combattre la Migraine heraus und injizierten Leichtigkeit und eine Prise Humor in den Avant-Prog. Dazu trug sicher auch der überbordende Eklektizismus bei, der sich bereits in den hier versammelten frühen Arbeiten abzeichnet – trotz ihrer eher rohen Lo-Fi-Ästhetik. Anfangs bestand Aksak Maboul aus Hollander (der bald darauf das Label Crammed Disk mitbegründete) und Kenis (der wenig später von Véronique Vincent abgelöst wurde).
Das legendäre Label entwickelte sich zu einem Netzwerk, das weit über die Brüsseler Subkultur hinaus wirkte und internationale Bands nach Belgien lockte. Before Aksak Maboul ist der erste Release des neu gegründeten Sub-Labels CrammedLab, das neben dem Blick in die Archive auch experimentelle Projekte und neue Künstler:innen präsentiert.
