Review

Amewu

Leidkultur

Edit Entertainment • 2012

Entweder hat man bereits gespannt darauf gewartet oder freut sich jetzt einfach nur darüber, ein interessantes Rap-Release entdeckt zu haben. Es ist das zweite Album von Amewu, welcher unverkennbar lieber ausgiebig über Gott und die Welt nachdenkt, anstatt massentaugliche Inhalte aufs Blatt Papier zu bringen. In welcher Art und Weise der gebürtige Berliner seine Texte vorträgt, ist durchaus hörenswert und vor allem vielfältig. So darf man sich auf »Leidkultur« neben schleppendem Sprechgesang z.B. auch an Doubletime-Raps erfreuen. Laut eigener Aussage dienen Amewu diese technischen Fähigkeiten jedoch lediglich als Mittel zum Zweck – denn wer gute Skills mitbringe, dem müsse einfach zugehört werden. Eine selbstbewusste Aussage, die man durchaus unterstreichen kann, ertönt mit »Lichttherapie« doch ein starker Song, in welchem Amewu selbstreflektierend und gesellschaftskritisch agiert. Selbstreflexion, gepaart mit einem Schuss Melancholie, zieht sich generell wie ein roter Faden durchs gesamte Album, das u.a. von DJ Werd, Chrisfader und Chaosfaktor produziert wurde. In »Schwarze Sonnen« kommen die 58Muzik-Labelkollegen Absztrakkt und Cr7z zu Wort. Diese schießen gemeinsam mit Albumherr Amewu ein regelrecht ideelles Sprachfeuerwerk ab, ehe die Klangatmosphäre in »Abschied« ihren Höhepunkt findet – nicht zuletzt durch die freundliche Unterstützung von Rapper Phase von Team Avantgarde.

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Amewu
Leidkultur
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