2019 veröffentlichte Physical Therapy die Compilation It Takes A Village: The Sounds Of Physical Therapy. Darauf zu hören: die gewiefte und doch druckvolle Dance Music, die Daniel Fisher unter diesem Alias entwirft. Als Car Culture hingegen beschreitet er andere Wege. Discogs rubriziert und Rest Here unter den Genres Neofolk und Downtempo. Das ergibt Sinn, schließlich versammelt Fisher im Laufe des Albums weitere Producer um sich, die sich ebenfalls abseits des Dancefloors verwirklichen: Patrick Holland, früher bekannt als Project Pablo, Francis Latreille alias Prior und Giovanni Nadal alias J. Albert. Oder die Vokalist:innen Ms. Ray und Squirrel Flower, die es verstehen, aus Chillout-Tracks Trip-Hop-Songs à la James K. zu formen.
Womit wir beim Titelstück wären, das hallige Vocals mit einem klassischen Downtempo-Beat und Gitarrenakkorden kombiniert, die an MLK erinnern. Schon den Opener »Rockland County«, der im Titel die Wahlheimat des in Queens ansässigen Fishers adressiert, prägen von Anfang an Gitarren. Irgendwann schaltet sich aus dem Hintergrund eine Stimme ein, die Lines wie »I remember swimming in the ocean / We were all having fun« spricht.
Kein Wunder, dass dieses Album so durch die Decke geht. Schließlich durchzieht es jene distinkte nordamerikanisch-kanadische Ästhetik von Environmental Music, die pastellfarbene, nostalgische Erinnerungen als unerschöpflichen Quell des Glücks ausweist. Und wenn man sich, wie auf »Fizzle«, doch mal verlieren sollte, ist das kein Beinbruch. Wird wieder. Wie alles.

Rest Here