Review

Ibrahim Hesnawi

The Father Of Lybian Reggae

Habibi Funk • 2023

Roots-Reggae aus der libyschen Hauptstadt, eine Mischung aus charismatischem arabischen Gesang und The Wailers. Allerdings mit mehr Synthesizers statt der altbewährten Bläsersektion, was dem Ganzen einen besonderen Charakter gibt. Habibi Funk bringt uns mit ihrem neuesten Release eine Retrospektive des aus Libyen stammenden Musikers Ibrahim Hesnawi. Aufnahmen, die wir so wohl nie zu hören bekommen hätten. Denn hier wurde tief in den Kassettenstapeln vergangener Zeiten gegraben. Es heißt, Ibrahim Hesnawi habe sich vom Sound Bob Marleys inspirieren lassen, als dieser mit seinen Wailers den Reggae in die weite Welt trug. Dass zwischen Hesnawis Heimatstadt Tripolis und Kingston Town der Nordatlantik und 23 Flugstunden liegen, spielt keine Rolle. Bob Marleys Einfluss ist besonders bei den Songs »Tayr Al Salama« und »Al Hob Wal Salam« zu spüren, die Art des Gesangs, der Vibe, lässt die Distanz der Länder schrumpfen. Insgesamt gibt es neun Songs zu hören, die dem Titel »The Father Of Libyan Reggae« gerecht werden. Besonders hervorzuheben ist auch ein weiblicher Gastauftritt, der in der Trackliste als »Suzan« bezeichnet wird und auf dem Song »Only World« zu hören ist.